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Neue Perspektive.

Aktienmarkt China. Nachdem sich US-Präsident Donald Trump schon mit Mexiko angelegt hat, fragen sich viele Investoren, wann denn nun China dran sei. „Die Furcht vor einem Handelskrieg ist übertrieben“, meint Victoria Mio, Chief Investment Officer China beim niederländischen Assetmanager Robeco, „aber sie sorgt dafür, dass Investments in China heute günstig sind. Denn bei Wirtschaftswachstum und Firmengewinnen ist alles im grünen Bereich.“

Der neue US-Präsident Donald Trump verschwendet keine Zeit. Als eine seiner ersten Amtshandlungen hat er – wie im Wahlkampf versprochen – den Rückzug der USA aus dem Freihandelsabkommen mit zwölf Ländern rund um den Pazifik, der Trans-Pacific-Partnership (TTP), beschlossen. Wird Trump nun bald eine weitere Ankündigung wahrmachen und Importzölle in Höhe von 45 Prozent auf chinesische Importe verhängen? 

„Ich glaube das nicht. Denn sonst wären chinesische Gegenmaßnahmen zu erwarten, die wiederum die US-Wirtschaft massiv treffen würden. Das wäre kein guter Deal für den Deal-Maker“, meint Victoria Mio, Managerin des Robeco Chinese Equities Fund.

Dass viele Anleger Chinas Aktienmarkt trotzdem mit Blick auf Donald Trump skeptisch gegenüberstehen, kann Victoria Mio nicht so recht nachvollziehen. „Bisher ist seine Politik sogar vorteilhaft für China. Wir sehen zum Beispiel im TTP-Rückzug eine Chance für das Reich der Mitte.“ Schließlich stärke dies die Regional Comprehensive Economic Partnership, ein Projekt zu Freihandelsvereinbarungen der ASEAN-Mitgliedsstaaten mit sechs anderen Ländern, zu denen auch China gehört. „Als Analysten“, so Mio weiter, „sollten wir uns aber ohnehin nicht so sehr von der Politik beeinflussen lassen. Für uns zählen letztlich die Perspektiven für Wachstum und Firmenerträge. Und da hat sich in China zuletzt einiges zum Besseren gewendet.“

Vor allem scheint das Reich der Mitte beim Umbau seiner Wirtschaft erhebliche Fortschritte zu machen. Im Jahr 2010 trugen Investitionen noch 47 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes bei, während der Konsum auf gerade rund 36 Prozent kam. Mittlerweile haben sich beide Sektoren angenähert und befinden sich auf dem Niveau von jeweils rund 40 Prozent. „Die Binnennachfrage wird nun endlich zu einem immer wichtigeren Faktor für Chinas Wirtschaft. Und dies reduziert auch deren Anfälligkeit für externe Schocks“, erklärt Mio.

Dies unterstreicht auch der Blick auf den Dienstleistungssektor, dessen Anteil am BIP von etwa 45 Prozent im Jahr 2010 bis heute auf knapp 53 Prozent angewachsen ist. „Er ist heute maßgeblich für Chinas Wachstum. Und dort sind auch 42 Prozent der Menschen beschäftigt.“

Angesichts dieser strukturellen Verbesserungen gehen Mio und ihr Team auch davon aus, dass sich das reale Wirtschaftswachstum 2017 auf dem Niveau des vergangenen Jahres bei rund 6,5 Prozent stabilisieren wird.

Doch Wirtschaftswachstum allein macht noch keinen positiven Aktienmarkt. „Deshalb ist es besonders wichtig, dass im Industriebereich, dem Sorgenkind der chinesischen Wirtschaft, in den vergangenen Jahren Überkapazitäten abgebaut worden sind. Der Wettbewerbsdruck lässt nach, die Firmen können nun wieder Preiserhöhungen durchsetzen. So sind die Erzeugerpreise im Herbst vergangenen Jahres erstmals nach vier Jahren wieder gestiegen.“

Das sei die Grundlage, auf der sich auch die Firmengewinne erholen könnten. „Nach dem scharfen Einbruch im Jahr 2015 und einem schwachen Plus von 0,2 Prozent 2016 rechnen die Analysten im Durchschnitt in diesem Jahr mit einem Zuwachs von fast 15 Prozent.“

An diesem optimistischen Ausblick ändert auch das viel zitierte Risiko einer Schuldenblase nichts. „Da muss genauer hingeschaut werden“, meint Mio: „Soweit es Immobilien betrifft, sind die Privathaushalte in China zum Beispiel kaum verschuldet. Außerdem profitieren sie im derzeitigen Wirtschaftsumfeld von steigenden Löhnen.“

Auch bei der Verschuldung von Unternehmen gelte es zu differenzieren. „Zwar ist der Verschuldungsgrad der Firmen insgesamt nicht angemessen und die Summe der notleidenden Kredite bei Banken in der Tat alarmierend. Dies betrifft allerdings vor allem die staatseigenen Betriebe. Und dort stellt der Staat mit seiner gesunden Finanzlage ja einen wichtigen Rückhalt dar.“

Ein anderer – uneingeschränkt positiver – Aspekt fände derzeit zudem zu wenig Beachtung. „Angesichts der zunehmenden Öffnung des chinesischen Kapitalmarkts dürften die Inlandsaktien Chinas, die A-Aktien, in diesem Jahr in die Indizes von MSCI aufgenommen werden. Passive Anlageprodukte, die diese Indizes abbilden, müssten dann A-Aktien kaufen. Würden beispielsweise anfangs fünf Prozent dieser Aktien im MSCI berücksichtigt werden, könnte es zu Kapitalzuflüssen in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar kommen.“

Trotz dieser guten Perspektiven rät die Expertin aber dazu, wählerisch zu sein. „Denn der Umbau der Wirtschaft macht bestimmte Sektoren besonders attraktiv.“ So sei zum Beispiel geplant, Gesundheitsdienstleistungen auch der ländlichen Bevölkerung besser zugänglich zu machen, deren Qualität zu verbessern und sie kostengünstiger anzubieten. Außerdem wachse zum Beispiel der Bereich E-Commerce in China inzwischen schneller als in den USA. „Und auch das Silk-Road-Projekt, bei dem es um die Wiederbelebung der alten Seidenstraße und die Anbindung von Ländern bis nach Europa an die chinesische Wirtschaft geht, ist ein langfristiges Anlagethema. Es begünstigt die Unternehmen des Infrastruktursektors.“

„China macht jetzt den nächsten Schritt in die Industrialisierung“, fasst die Expertin zusammen: „Das ist eine spannende Zeit. Wer jetzt auf die richtigen Branchen- und Einzeltitel setzt, dürfte in zehn Jahren feststellen, dass sich dies wirklich gelohnt hat.“

How to invest – in China.

„Bei Investments in den Emerging Markets ist es ein unschätzbar großer Vorteil, wenn ein Team direkt vor Ort ist und regionale Besonderheiten und Entwicklungen in den Investmentprozess mit einbringen kann“, erklärt Victoria Mio, Managerin des Robeco Chinese Equities Fund. Das in Hongkong ansässige Team umfasst 15 Investmentexperten. Zu Beginn dieses Jahres ist ein Analyst mit Sitz auf dem chinesischen Festland in Shanghai hinzugekommen. Insgesamt verwaltet das Team ein Volumen von sieben Milliarden Dollar.

Beim Management des Fonds selbst setzen die Experten zunächst auf einen Top-down-Ansatz. „Wir analysieren makroökonomische Entwicklungen, wie die Umstrukturierung der Wirtschaft oder wichtige Reformen, von denen wir glauben, dass sie bestimmte Sektoren künftig attraktiver machen“, erklärt die Fondsmanagerin. Ergänzt wird das durch eine gründliche Analyse der Fundamentaldaten und einen quantitativen Filter, bei der die Suche nach Titeln mit geringer Volatilität und einem positiven Sentiment im Vordergrund steht.

Ein bislang erfolgreicher Ansatz. Der Robeco Chinese Equities Fund hat unter der erfahrenen Fondsmanagerin seit 2007 pro Jahr im Schnitt 6,62 Prozent erzielt und damit pro Jahr fast 2,8 Prozentpunkte mehr als seine Benchmark, der MSCI China (Stand 31.12.2016, vor Kosten).

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