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Neue digitale Welt.

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Opinionleader Digitale Transformation

„Die digitale Transformation verändert Wirtschaft und Gesellschaft so drastisch wie nie zuvor“, sagt Manfred Broy, Gründungspräsident des Zentrums Digitalisierung Bayern: „Der Mittelstand muss schnell reagieren.“

Welche dramatischen Auswirkungen die digitale Transformation hat, lässt sich einfach an der Liste der zehn wertvollsten, börsennotierten Unternehmen der Welt ablesen. Sieben davon sind Geschöpfe der neue Technologien, sechs waren vor zehn Jahren dort noch gar nicht aufgeführt. Dies vermittelt einen Eindruck von der ungeheuren Wucht und der unglaublichen Geschwindigkeit der Veränderung.

Dass Start-ups in einer derartigen Zeit des Umbruchs große Chancen finden, ist offensichtlich. Wer die entsprechenden Kompetenzen in Fragen der Digitalisierung hat und eine der vielfältigen Geschäftsideen geschickt aufgreift, hat gute Aussichten, ein frisch gegründetes Unternehmen zum Erfolg zu führen. Aber wie steht es um den Mittelstand, um die familiengeführten Unternehmen, die seit vielen Jahrzehnten erfolgreich im Markt sind?

Auch hier gibt es hervorragende Beispiele für Unternehmen, die sich schnell mit den Möglichkeiten der Digitalisierung angefreundet haben: Sie haben neue Formen des Vertriebs etabliert, alternative Geschäftsmodelle geschaffen, die weniger den Verkauf im Vordergrund sehen, sondern das Thema „besserer Service“. Was früher als Produkt angeboten wurde, wird nun als Dienstleistung offeriert. Das schafft größere Flexibilität für die Kunden und gleichzeitig einen Rückfluss an Nutzungsdaten an die Unternehmen.

Produkte können smart werden, angefangen bei der Einführung von „smart labels“, der Integration von eingebetteten Systemen bis hin zur Schaffung von digitalen Zwillingen. Dies bedeutet, dass Kunden Daten zu den von ihnen genutzten Produkten im Internet gespiegelt wiederfinden und sich somit umfassend darüber informieren können. Auch Änderungen und Weiterentwicklungen werden im Netz abgebildet. Es entsteht eine natürliche Plattform für die Kommunikation zwischen Kunden und Anbieter.

Innerhalb der Unternehmen kann sich die Digitalisierung ebenfalls vielfältig auswirken: Durch die Nutzung virtueller Entwicklungstechniken und -methoden, in der Herstellung durch digitale Vorgehensweisen in der Produktion wie den 3D-Druck und die Anpassung an individuelle Kundenwünsche. Aber natürlich auch im Vertrieb durch die Spiegelung in digitalen Welten. 

Eine zentrale Aufgabe dabei ist die Schaffung von datengetriebenen Unternehmen. Im Kern geht es dabei darum, festzustellen, welche Daten für das Unternehmen von hohem Wert sind. Und dann die Frage zu beantworten, wie diese Daten ermittelt werden können, wie sie am geschicktesten digital verwaltet werden, welche Querbeziehungen existieren und wie diese Daten für neue Formen der Geschäftsführung und -gestaltung genutzt werden können.

Weil dafür ganz neue Kompetenzen gewonnen werden müssen, ist der Einstieg in die digitale Transformation für mittelständische Unternehmen nicht immer einfach. Oft müssen die Organisation geändert, Zuständigkeiten ganz neu geordnet werden. Deshalb ist es wesentlich, digitale Kompetenz aufzubauen. Und zu verstehen, dass es sich hierbei um den Übergang von der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik nicht nur als Infrastruktur, sondern als strategisches Instrument der Geschäftsentwicklung handelt. Dies erfordert kundige Mitarbeiter, die entschlossen die neuen Fragestellungen angehen. Und darum auch eine auf diese veränderten Anforderungen ausgerichtete Unternehmenskultur. Kooperative Mitarbeiterführung ist hier das Stichwort.

Die digitale Transformation macht es erforderlich, dass Unternehmen eine auf ihre Besonderheiten zugeschnittene Roadmap entwickeln. Nur dann ist zumindest eine grobe Planung der digitalen Transformation über eine Reihe von Jahren möglich. Wichtig ist dabei aber auch, dass die Unternehmen sich bewusst sind, dass etwas so Dynamisches wie die digitale Transformation kaum über mehrere Jahre im Detail zu planen ist. So gilt die Devise: Mach einen Plan, sei jedoch immer darauf vorbereitet, diesen kurzfristig zu ändern, ihn neuartigen Erkenntnissen anzupassen und auf Chancen zu reagieren. Digitalisierung erfordert vor allem ein waches, bewusstes Steuern des Unternehmens durch sachkundige Ausschöpfung der vielfältigen Möglichkeiten der neuen Technologien. ®

Illustration: Tom Cool

Die Zukunft der Energiewende.

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010 Opinionleader Herausforderung Energiewende

„Die Energiewende ist eine gewaltige Herausforderung“, erläutert Martin Faulstich, bis 2016 Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen: „Für unsere Industrie liegt darin aber auch eine riesige Chance.“

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"Jetzt ist es dann aber auch genug."

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08 20180420 DSF4613

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat die Geldpolitik der EZB immer verteidigt. Warum Mario Draghi (fast) alles richtig gemacht habe, jetzt aber auf die Bremse treten sollte, diskutiert Bofinger mit der Lerbacher Runde.

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Unternehmer müssen jetzt handeln.

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Viele Firmen in Deutschland stehen vor riesigen Herausforderungen. „Unsere Szenarioanalyse zeigt, wie Entscheider jetzt agieren müssen, damit ,made in Germany‘ führend bleibt“, informiert Florian Klein, Deloitte.

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Wie Familien Konflikte lösen.

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Aus der Forscherwerkstatt. Unternehmerfamilien schaffen sich Regelwerke und Statuten, die das Leben miteinander, speziell in der Verantwortung für die Firma regeln sollen. Neben der Vereinbarung und Beachtung spezifischer formaler Regeln ist es wichtig, dass Unternehmerfamilien die Grundlagen kennen und berücksichtigen, die alle sozialen Systeme prägen.

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Wohlstand für alle.

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Die Herausforderungen sind groß, meint Manfred Wittenstein, Aufsichtsratsvorsitzender der Wittenstein SE: „Doch ich vertraue darauf, dass Ingenieure und Wissenschaftler einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten.“

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Surprise, surprise.

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A letter from … Mitglieder des Netzwerks von private wealth nennen ihre Überraschungen 2018. Zehn Entwicklungen aus Wirtschaft, Politik und Börse, die unwahrscheinlich, aber nicht völlig unmöglich sind.

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„Die Kobalt-Hausse ist gerechtfertigt.“

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„Die hohen Preise für Kobalt und Lithium spiegeln die derzeitige Angebots-Nachfrage-Situation wider“, macht Abid Mukhtar von Commodity Capital klar. „Auch jetzt lohnt sich der Einstieg noch.“

Ich weiß schon, was die meisten denken: Die jüngsten dramatischen Preissteigerungen bei Lithium und Kobalt sind überzogen. Das ist ein Hype, eine Spekulationsblase, die fundamental nicht gerechtfertigt ist. Die Preise werden bald wieder einbrechen und deshalb ist es besser, auf güns­tigere Einstiegskurse zu warten. 

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