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Rückkehr der goldenen Zeiten.

Edelmetalle. Gold gehörte zu den besten Anlagen des Jahres 2016. Lohnt es sich, jetzt noch auf den fahrenden Zug aufzuspringen? „Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass der Aufwärtstrend anhält“, meint Daniel Lösche, Investmentanalyst von Schroders. Der Schroder International Selection Fund Global Gold kann nicht nur auf physische Edelmetalle und Cash setzen – sondern auch die Hebelwirkung von Goldminenaktien nutzen.

„Seit Jahresbeginn“, überlegt Daniel Lösche von Schroders, „hat sich das Bild bei Gold wirklich komplett verändert.“ Nach einem dramatischen Absturz der Notierung von 1900 US-Dollar auf 1000 Dollar zählt das Edelmetall im Jahr 2016 wieder zu den besten Anlageklassen. In Dollar gerechnet, hat es laut der Deutschen Börse bis 31. Juli 2016 knapp 26 Prozent zugelegt, in Euro etwa 22 Prozent.

Noch spektakulärer war die Entwicklung bei Goldminenaktien. Zwischen Mitte 2011 und Ende 2015 hatte der Aktienindex NYSE Arca Gold Bugs über 80 Prozent an Wert verloren. Seit Jahresbeginn verdoppelte sich der Kurs wieder – und liegt damit aber immer noch 60 Prozent unter seinem Höchststand aus dem Jahr 2011.

„Was wir seit Januar gesehen haben, war keine kurze Gegenbewegung im Abwärtstrend, sondern eine echte Trendwende“, erklärt Lösche: „Wir haben es mit einem strukturellen Wandel zu tun, der den Goldpreis und die Aktien von Goldminen-Betreibern nachhaltig anschieben wird.“ Für diese Einschätzung gibt es zahlreiche Gründe. 

Der wichtigste ist der sogenannte Realzins, also die Nominalverzinsung abzüglich Inflation. „Geht der Realzins zurück oder wird sogar negativ, stimuliert das den Goldpreis. Liegt die Inflationsrate über dem Zins, wird Gold als Inflationsschutz nachgefragt“, erklärt der Experte. Zwischen 2009 und Mitte 2011 gingen die Realzinsen in den USA zum Beispiel von zwei auf minus drei Prozent zurück – der Goldpreis verdoppelte sich. Zwischen 2013 und Mitte 2015 kletterte der Realzins wieder über null – und der Goldpreis brach entsprechend ein.

Heute sind die Realzinsen wieder negativ. „Und sie dürften noch negativer werden. Die extrem expansive Notenbankpolitik hält die Anleihezinsen niedrig. Aufgrund der Trendwende beim Öl und steigenden Löhnen werden die Inflationsraten aber steigen. Die Nachfrage nach Gold dürfte deshalb zunehmen.“

Mehr Nachfrage trifft dann auf ein tendenziell niedrigeres Angebot. Der Höhepunkt der Goldförderung wurde offenbar 2015 erreicht. Ab diesem Jahr rechnen Experten mit einer längeren Phase rückläufiger Produktion. „Im Gold- Boom versuchten die Minenunternehmen, um jeden Preis zu wachsen. Sie arbeiteten ineffizient, kauften andere Firmen oder investierten in wenig profitable Projekte. Trotz des ineffizienten Managements und der hohen Verschuldungsraten hielt der steigende Goldpreis die Firmen im Geschäft. Als der Goldpreis zu fallen begann, bekamen viele dieser Firmen jedoch Probleme“, beschreibt Lösche. Hat ein Teil dieser Marktbereinigung stattgefunden, lohnt es sich besonders, auf die überlebenden Minenwerte zu setzen. Sie bieten jetzt einen echten Gewinnhebel. „Sie haben in der Zeit der Konsolidierung ihre Kostenstruktur drastisch verbessert. Steigt der Goldpreis nur um zehn Prozent, sollten die Erträge um 30 Prozent klettern. Und das kann dann an den Aktienmärkten zu noch größeren Ausschlägen nach oben führen.“

Tatsächlich sind die Bewegungen an den Märkten in kaum einem anderen Sektor so groß wie bei Goldminen. Wie dramatisch diese ausfallen können, lässt der Vergleich zwischen dem Goldminen-Aktienindex ST Gold und dem tatsächlichen Goldpreis erahnen. Seit 1978, hat Lösche nachgerechnet, liegt die Relation zwischen dem Index und dem Goldpreis im historischen Durchschnitt bei 1,94. Im letzten Hoch Mitte der 1990er-Jahre lag sie bei etwa 4,7. Ihren Tiefpunkt erreichte sie Ende der 1970er-Jahre bei etwa 0,52. „Aktuell errechnet sich ein Wert von nur 0,89“, informiert Lösche.

Ausgehend von Durchschnitt heißt das: Würde sich der Minenindex vom heutigen Stand aus verdoppeln, ohne dass sich der Goldpreis bewegt, läge der Bewertungsvergleich zwischen physischem Gold und Minenwerten erst in der Nähe des historischen Durchschnitts.

„Goldminenaktien sind also absolut und relativ zum Metall günstig. Sie sind deshalb auch mit rund 94 Prozent im Fonds sehr stark gewichtet“, erklärt der Analyst. Theoretisch darf der Fonds auch in Silber, Platin oder die dazugehörigen Minen investieren. „Derzeit sind die Voraussetzungen für Goldminenaktien aber so überzeugend, dass wir kaum auf andere Edelmetalle setzen.“

Um diese Idee möglichst effizient umzusetzen, sei eine besondere Art von Unternehmensresearch nötig. „Die besten Firmen im Goldsektor herauszufiltern, ist eine echte Kunst. Ein herkömmlicher Maßstab wie das Kurs-Gewinn- Verhältnis bringt uns hier nicht sehr weit. Wir führen deshalb eine gründliche quantitative und qualitative Analyse der einzelnen Firmen aus dem gesamten FTSE Gold Mines Index durch. Dabei liegt unser Fokus auf der Kostenstruktur, der Verschuldungssituation und vor allem dem Nettoinventarwert der Goldminen-Betreiber.“

Die Berechnung des Nettoinventarwerts erfolgt anhand des Förderpotenzials der Mine. Ausgehend vom nachgewiesenen Gold, das unter der Erde schlummert, errechnen die Schroders-Experten den möglichen Wert des Unternehmens bei verschiedenen Goldpreis-Szenarien.

„Wenn der Nettoinventarwert eines Unternehmens schon beim derzeitigen Goldpreis über der aktuellen Marktbewertung liegt und die Firma auch hinsichtlich der übrigen Kriterien überzeugt, dann nehmen wir den Titel in unseren Fonds auf“, erklärt Lösche. Auf diese Weise entsteht ein konzentriertes Portfolio von rund 30 bis 40 Werten. „Damit werden wir, davon sind wir überzeugt, in den kommenden Jahren gut fahren.“ ®     

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