• Klaus Meitinger

private-wealth-Börsenindikator gibt Kaufsignal.

(Geschätzte Lesezeit: 2 - 4 Minuten)

Börsenindikator

Im Juli 2021 hatte der Konjunkturindikator – ein Teil des private-wealth-Börsenmodells – ein Verkaufssignal gegeben. Daraufhin reduzierte das Modell bei einem DAX-Niveau um 15.600 Punkten die vorgeschlagene Aktienallokation von 110 Prozent (übergewichten) auf 75 Prozent (untergewichten).

Nun – nach einem sehr volatilen Jahresauftakt – geht das private-wealth-Börsenmodell bei einem DAX-Stand von rund 15.100 Punkten wieder in die Offensive.

Die Logik des Börsenmodells hatten wir Ihnen vor einem Monat detailliert dargelegt (LINK).

Wie dargelegt nutzen wir im Modell die ifo-Geschäftserwartungen in der deutschen Industrie als Indikator für den Einfluss der Konjunktur auf die Börse. Verschlechtern sie sich, ist das ein Indiz für einen Wirtschaftsabschwung mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Unternehmenserträge. Verbessern sich die Erwartungen, ist künftig mit positiven Impulsen von den Firmengewinnen und steigenden Aktienkursen zu rechnen. Dabei gilt: Um einen neuen Trend zu etablieren, müssen die Erwartungen nach einer vorherigen Abwärtsbewegung drei Mal hintereinander ansteigen

Vor einem Monat hatten wir Sie darüber informiert, dass sich diesbezüglich eine positive Wende andeutet. Nach einem anhaltenden Rückgang seit März 2021 hatte das ifo-Institut bei den Geschäftserwartungen in der Industrie Ende November einen ersten, leichten Anstieg gemeldet. Im Dezember verbesserten sich die Erwartungen dann weiter. Das eben veröffentlichte Geschäftsklima für den Monat Januar lieferte nun die erhoffte Trendwende – die Geschäftserwartungen in der Industrie sind zum dritten Mal in Folge gestiegen.

Verarbeitendes Gewerbe ifo

Dies hat Auswirkungen auf die Positionierung des Börsenmodells, das drei Faktoren kombiniert – Konjunkturindikator, Fair-Value-Berechnung des DAX und die Ergebnisse des Kapitalmarktseismografen.

Der langfristige Korridor für die Aktienquote im Modell wird durch den Konjunkturindikator und die internen Berechnungen der Redaktion zum fairen Wert des DAX definiert.

Unter der Annahme, dass die Notenbanken mehr Wachstum und höhere Inflationsraten tolerieren, ohne die Zinsen deutlich anzuheben – aus unserer Sicht ist dies weiter sehr plausibel – liegt der deutsche Aktienindex DAX derzeit fast 20 Prozent unter seinem fairen Wert. Der MDAX ist allerdings selbst dann noch rund 30 Prozent überbewertet.

Insgesamt bewegt sich die Bewertung des deutschen Aktienmarktes leicht unter seinem fairen Wert. Konkret bedeutet das: Der Bewertungsindikator ist derzeit leicht positiv.

Da die Konjunkturkomponente nun ebenfalls grünes Licht gegeben hat, wird der Korridor für die Aktienquote im Modell nun wieder deutlich angehoben – von 45 bis 75 Prozent auf 75 bis 115 Prozent.

Innerhalb des so definierten Korridors entscheiden die Ergebnisse des Kapitalmarktseismografen über die exakte Positionierung. Signalisiert der Seismograf eine Aktien-Übergewichtung, positioniert sich der private-wealth-Börsenindikator im oberen Bereich des langfristig anvisierten Korridors und umgekehrt.

Entsprechend gespannt sind wir, wie der Seismograf die Lage bewertet. „Derzeit sehen wir keinen Anhaltspunkt für ein Crash-Szenario. Im Gegenteil – die Wahrscheinlichkeit für negative Turbulenzen liegt weiter im vernachlässigbaren Bereich. Die Empfehlung des Seismografen bleibt also weiterhin: Deutliche Übergewichtung“, informiert Oliver Schlick, Geschäftsführer der Secaro GmbH, der den Seismograf regelmäßig berechnet und mit Investitionsempfehlungen verknüpft.

Ein kleiner Unsicherheitsfaktor bleibt allerdings: Ob die kurzfristigen Turbulenzen der letzten beiden Handelstage die Wahrscheinlichkeitslandschaft nachhaltig beeinflussen, muss sich erst noch zeigen. „Bald können wir besser erkennen, wie sich die aktuellen Turbulenzen auf die Wahrscheinlichkeiten für die Marktentwicklung des kommenden Monats auswirken“, informiert Oliver Schlick.

Fazit:

Die Konjunkturkomponente lieferte ein Kaufsignal. Deshalb wird der Korridor für die Aktienquote im private-wealth-Börsenmodell auf 75 bis 115 Prozent angehoben.

Da die Allokationsempfehlung des Seismografen immer noch offensiv ausfällt, ist eine signifikante Erhöhung der Aktienquote in Richtung 115 Prozent angezeigt. Wer vorsichtig ist, setzt diesen Schritt sukzessive um und wartet mit der deutlichen Übergewichtung von Aktien noch ab, bis der Kapitalmarktseismograf eine weiterhin positive Wahrscheinlichkeitsverteilung bestätigt. Wir werden Sie darüber informiert halten.

Herzlichst,

Ihr

Klaus Meitinger

Hinweis: Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen kann für die Richtigkeit des Inhalts keine Haftung übernommen werden. Die in private wealth gemachten Angaben dienen der Unterrichtung und sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

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