• Klaus Meitinger

„Unsicherheit bleibt hoch“.

thumb Kapitalmarkt Seismograf Feb2016

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

eben hat uns das Team von Professor Dr. Rudi Zagst von der TU München die aktuellen Daten des Kapitalmarkt-Seismografen übermittelt.

Wie Sie wissen, unterscheiden die Wissenschaftler zwischen drei Phasen am US-Aktienmarkt: "grün" (ruhiger Markt = Kaufen), "gelb" (turbulenter Markt mit positiver Erwartung = Investieren, aber mit Absicherung) und "rot" (turbulenter Markt mit negativer Erwartung = Nicht Investieren).

In der aktuellen Prognose für den nächsten Monat stieg die Wahrscheinlichkeit für einen ruhigen, positiven US-Aktienmarkt leicht von zuletzt einem auf nun vier  Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für einen turbulenten, volatilen Markt mit positivem Trend („gelb“) kletterte von 65 auf 70 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für einen Bärenmarkt („Rot”) ging wieder deutlich zurück – von 34 auf 26 Prozent (Grafik unten).

Damit hat sich die Lage an der Wall Street zwar wieder etwas entspannt. Die Wahrscheinlichkeit für einen Bärenmarkt ist aber immer noch sehr hoch.

Wir möchten Ihnen nicht vorenthalten, was in diesem Zusammenhang der Schweizer Vermögensverwalters Alfons Cortès – Unifinanz – zum US-Aktienmarkt anmerkt. Er hatte vor einigen Monaten ja den Beginn eines Bärenmarktes signalisiert. Haben die Kurserholungen an den Aktienmärkten dieses Urteil geändert?

Cortés schreibt:

„Das Ergebnis meiner kritischen Untersuchung ist, dass ein ganzes Bündel von Signalen darauf hinweist, dass eine Konsolidierung in einem Bärenmarkt stattfindet. Hingegen gibt es kein Signalbündel, das auch bei kritischster Überprüfung die negative Marktstruktur anzweifeln lässt. Jedes Ende eines Bärenmarktes beginnt zwar mit einer Konsolidierung, Und meist wird auch ein zweiter Tiefpunkt markiert – der Rückschlag vom 1. bis zum 11. Februar im S&P 500 könnte solch ein sogenannter doppelter Boden gewesen sein. Etwas fehlt allerdings: Die Wende eines Trends kann nur erfolgen, wenn die schmale Marktbreite zunehmend weniger schmal wird. Das wird an positiv divergierenden einzelnen Sektoren auf globaler Ebene erkennbar, was vollkommen fehlt. Es ist für mich der wichtigste Grund davon auszugehen, dass die US-Börse und mit ihr alle anderen zunächst einmal einen Abwärtstrend bloß konsolidieren was heißt, dass die Trendwende nicht begonnen hat.“

Fazit: Es ist nicht angezeigt, die defensive Positionierung der letzten Monate aufzugeben.

Bleiben Sie vorsichtig,

Ihr

Klaus Meitinger

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