• Klaus Meitinger

ifo-Konjunkturampel zeigt „Rot“.

thumb ifo index februar 2016

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

laut den Ergebnissen des Ifo-Konjunkturtests vom Februar hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter dramatisch verschlechtert. Die Verarbeitende Wirtschaft ist damit deutlich im Abschwung-Quadranten der ifo-Konjunkturuhr (Grafik 1) angekommen. 

Besonders beunruhigend ist das Tempo des Rückgangs. Der Saldo zwischen positiven und negativen Meldungen in der Industrie verringerte sich in den vergangenen beiden Monaten um fast neun Punkte von 12,3 auf 3,4. Ein derartiger Absturz ist in der Vergangenheit nur sehr selten vorgekommen. Das ifo-Institut selbst schreibt, dies sei der stärkste Rückgang seit November 2008 gewesen.

thumb ifo ampel februar 2016

Wie ernst die konjunkturelle Situation mittlerweile ist, zeigt auch ein Blick auf die ifo-Konjunkturampel, die vom Münchner Institut zusätzlich zum Geschäftsklima berechnet wird. Sie versucht, Wendepunkte in der Konjunktur noch zuverlässiger zu identifizieren.

Die geschätzten Wahrscheinlichkeiten signalisieren Expansion (grüne Punkte), Kontraktion (rote Punkte), und Indifferenz (gelbe Punkte) im Intervall dazwischen. Aktuell ist die ifo-Konjunkturampel auf Rot umgesprungen (Grafik 2). Dies ist ein weiteres Indiz für deutlich steigende Rezessionsgefahren.

Fazit:

Mit dem neuerlichen, massiven Rückgang der ifo-Geschäftserwartungen ist der private-wealth-Börsenindikator – wie in den letzten sechs Wochen schon an dieser Stelle avisiert – nun im Verkaufsbereich angekommen.

In dieser Situation scheint es angemessen, noch vorsichtiger zu sein. Steigende Kurse sind Gelegenheiten, Positionen abzubauen.

Sollte es wirklich zu einer globalen Rezession kommen, droht das Risiko eines Kursrückgangs im DAX auf Niveaus zwischen 5000 und 6000 Punkte (lesen Sie dazu bitte auch den Artikel in der nächsten Ausgabe von private wealth, die Ihnen in der zweiten März-Woche zugehen wird).

In der Diktion des private-wealth-Börsenindikators legt diese Gefahr einen noch stärker reduzierten Aktienanteil nahe. Er sollte konkret nur noch bei 30 Prozent der individuell als angemessen betrachteten Aktienquote liegen.

Klaus Meitinger

 

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