• Sonderveröffentlichung: Robeco Deutschland

Beschleunigung.

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Megatrends. Immer öfter orientieren sich Anleger beim Aufbau ihres Aktiendepots nicht an Ländern, sondern an langfristigen Wachstums­themen. „Die Pandemie wird Trends, die vorher schon deutlich zu sehen waren, noch verstärken“, sagt Ed Verstappen, Trend-Investing-Experte bei Robeco. Heute sei deshalb eine gute Gelegenheit, dort zu investieren. Der Profi erklärt, was Anleger bei Themeninvestments beachten sollten.

„Rückblickend ist Kapitalanlage so einfach“, überlegt Ed Verstappen, Trend-Investing-Experte bei Robeco Deutschland. „Warum haben wir nicht alle im Jahr 2002 Amazon-Aktien gekauft? Und ganz entspannt zugesehen, wie sich der Kurs verdoppelte. Und verdoppelte. Und immer wieder verdoppelte?“

Am Grundverständnis für den Megatrend Internet, Software & Service kann es nicht gelegen haben. „Aber erstens ist der Mensch nicht gut darin, über Zeit­räume von fünf bis zehn Jahren zu denken und zu investieren. Er kann deshalb langfristige Potenziale in der Regel nicht ausschöpfen. Und zweitens ist es schwierig, exponentielle Wachstumspotenziale richtig einzuschätzen. Wer lineare Entwicklungen im Kopf hat, kann nicht angemessen auf Veränderungen mit disruptiver Wirkung regieren.“ 

Die Chancen, die sich aus dieser Fehleinschätzung eröffnen, macht sich ein besonderer Investmentansatz zunutze. „Trend-Investing setzt auf echte Megatrends – also Entwicklungen, die imstande sind, Gesellschaft, Wirtschaft und unser gesamtes Leben zu beeinflussen. Heute ist dies besonders interessant. Denn die gegenwärtige Pandemie ist ein Katalysator für einen sich immer schneller vollziehenden Wandel: Digitalisierung zahlreicher Branchen, Plattformökonomie, Veränderung der Mobilität – für langfristige Investoren ist es entscheidend, diese strukturellen Gewinner zu identifizieren und potenzielle Verlierer zu meiden“, macht Verstappen klar.

Robeco hat drei solcher Megatrends identifiziert. Erstens geht es um technologische Innovationen, die einen sich beschleunigenden Innovationszyklus treiben. Sie sind verantwortlich für die vierte industrielle Revolution. Interessante Einzelthemen sind Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Robotertechnologie, Genom-Sequenzierung und das Internet der Dinge.

Der zweite Megatrend rankt sich um soziodemografische Veränderungen. In den Industrienationen altert die Bevölkerung. Die junge Generation ist in der digitalen Welt zu Hause. Und Länder wie China und Indien sind gekennzeichnet durch eine aufstrebende Mittelklasse. „Das ändert Konsumgewohnheiten oder die Art, wie wir bezahlen, und schafft Gelegenheiten für Firmen in den Bereichen Konsum und Fintech.“

Der dritte wird mit „Bewahrung der Erde“ umschrieben. Ressourcen werden knapp, das Umweltbewusstsein steigt, die Regulierung wird verschärft. „Davon können Investoren vor allem durch die verschiedenen Facetten nachhaltigen Investierens profitieren.“

Entscheidend für den Anlageerfolg ist nun, wie die Idee konkret umgesetzt wird. „Wir bei Robeco haben da eine spezielle Vorgehensweise“, erläutert Verstappen. Wenn es um neue Technologien geht, hilft der Hype-Cycle des Unternehmensberaters Gartner weiter. Er illus­triert sehr schön, wie Innovationen typischerweise ablaufen.

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Auf die anfängliche Euphorie, gepaart mit hohen Erwartungen, folgt oft eine Welle der Enttäuschung mit Pleiten und Marktbereinigungen. Nimmt das Verbreitungstempo der neuen Technologie später tatsächlich weiter zu, kristallisieren sich die wahren Gewinner heraus. „Beispielsweise hat sich die Zahl der relevanten Smartphone-Produzenten letztlich auf nur drei reduziert – Apple, Samsung, Huawei.“

In jeder Phase dieses Zyklus muss die Strategie angepasst werden. Zu Beginn mache es Sinn, einen breiten Korb von Aktien potenzieller Profiteure zu kaufen. „Das ist ein gutes Umfeld für den sogenannten ,Picks&Shovels-Ansatz‘“, sagt Verstappen. Diese Strategie bekam ihren Namen in der Zeit des Goldrausches, wo es lukrativer war, Schaufeln und Hacken zu verkaufen, als in – hoffentlich – ergiebige Goldminen zu investieren.

„Heute gilt dies im Bereich der Elektroautos. Niemand kann wissen, welcher Hersteller letztlich erfolgreich sein wird. Aber Zulieferer wie Batteriehersteller oder Sensorproduzenten werden auf jeden Fall profitieren.“ 

Ist der Gipfel der Erwartung überschritten, gilt es zu verkaufen und die Füße zunächst stillzuhalten. „Bei Amazon war dies zum Beispiel im Zeitraum 2000 bis 2003 der Fall.“

Auf das Tal der Enttäuschung folgt dann der spannendste Teil des Themen-investments. „Jetzt haben die neuen Technologien ihre Kinderkrankheiten überwunden und einige der Anbieter setzen ihr Wachstum fort. Weil die Enttäuschungen der Vergangenheit zu groß waren, wird dies aber nur von wenigen Investoren bemerkt. Es ist nun wichtig, sehr konzentriert in wenige Titel zu investieren.“ Aktuell befinde sich der Bereich Industrieroboter in dieser Phase. 

Danach gelte es nur noch, sich zurückzulehnen. „Analysen zeigen, dass 60 bis 70 Prozent der erfolgreichsten Branchen auch zehn Jahre später noch führend waren“, verrät Verstappen. Der Megatrend Internet, Software & Services habe zum Beispiel dazu geführt, dass die Gewinne dort seit 2002 ununterbrochen gestiegen seien – und der Kurs der Amazon-Aktie hat sich seither vervielfacht.

„Megatrends laufen an den Börsen eben länger, als sich viele vorstellen können“, folgert Verstappen und schließt: „Die Marktturbulenzen in der Pandemie sorgen heute dafür, dass Anleger zu günstigen Kursen in viele Themen von morgen investieren können. Das ist eine Chance, die sich nur selten bietet.“ ®

Sonderveröffentlichung: 

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