• Klaus Meitinger

Seismograf bleibt entspannt.

Kapitalmarkt Seismograf 2Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Enttäuschungen über schleppende Impfstofflieferungen und vor allem die Furcht vor Hedge-Fonds-Pleiten hatten die Aktienmärkte Ende letzter Woche unter Druck gebracht. Wie angekündigt, analysierte Oliver Schlick, der als Geschäftsführer der Secaro GmbH aus den Berechnungen des Kapitalmarktseismografen Investitionsempfehlungen destilliert, wie die einzelnen Variablen des Seismografen darauf reagierten. Die Frage lautete: Muss man die Turbulenzen der letzten Tage ernst nehmen oder nicht?

„Ich kann Entwarnung geben“, sagt Schlick, „die etwas höhere Volatilität am Markt hat lediglich dazu geführt, dass die Wahrscheinlich für ruhige Märkte („Grün“) wieder etwas zugunsten der Wahrscheinlichkeit für positiv turbulente Märkte („Gelb“) zurückgegangen ist. Die beiden für Anleger günstigen Ausprägungen zusammen liegen immer noch weit über 90 Prozent. Die Empfehlung des Modells lautet deshalb weiter: Deutliche Übergewichtung. Der Newsflow der letzten Tage braucht, vor allem, was die Geschichten um den ,Kampf zwischen Privatanlegern und Hedge-Fonds‘ anbelangt, nicht ernst genommen zu werden.“

Wie sie wissen schätzt der Seismograf regelmäßig die Wahrscheinlichkeit dreier Marktzustände im kommenden Monat. Dabei bedeutet „grün“, dass ein ruhiger Markt mit positivem Trend erwartet wird. Anleger können beruhigt investieren. „Gelb“ weist auf einen turbulenten Markt mit positiver Erwartung hin – Investieren ist in Ordnung, aber man sollte sich auf volatile Zeiten einstellen. Und „Rot“ signalisiert einen turbulenten Markt mit negativer Erwartung. Der Ratschlag lautet dann: Nicht Investieren.

Fazit:

Da der Ifo-Konjunkturindikator positiv ist, setzt der private-wealth-Börsenindikator die Aktienquote unter der Prämisse, dass der historische Zusammenhang zwischen Gewinnwachstum und Zinsen auch in Zukunft gilt, auf 80 Prozent. Denn in diesem Fall wären die Aktienmärkte heute im Vergleich zu ihrem langfristigen fair value deutlich überbewertet und dies ließe kein aggressiveres Engagement zu.

Allerdings haben wir auch sehr gute Argumente dafür gefunden, dass die „Null-Zins-Ära“ noch sehr lange andauert und die Firmenerträge trotzdem im Trend der Vergangenheit steigen werden. Weil In diesem Szenario der faire Wert von Aktien deutlich steigt, würde der private-wealth-Börsenindikator dann einen Ausbau der Aktienquote auf bis zu 110 Prozent nahelegen. (lesen Sie dazu bitte unsere Erläuterung der Weiterentwicklung des private-wealth-Börsenindikators von letzter Woche).

Ihr

Klaus Meitinger

Hinweis: Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen kann für die Richtigkeit des Inhalts keine Haftung übernommen werden. Die in private wealth gemachten Angaben dienen der Unterrichtung und sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Verlagsanschrift

  • Private Wealth GmbH & Co. KG
    Montenstrasse 9 - 80639 München
  • +49 (0) 89 2554 3917
  • +49 (0) 89 2554 2971
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sprachen

Soziale Medien