• Klaus Meitinger

Der Seismograf zeigt weitere Entspannung an.

Kapitalmarkt Seismograf 2Der Seismograf ist eine Art Wetterbericht für die Börse. Anhand eines komplexen mathematischen Models, in das sowohl ökonomische Variablen als auch direkte Marktindikatoren eingehen, schätzt das Modell die Wahrscheinlichkeit dreier Marktzustände im kommenden Monat. Dabei bedeutet "grün", dass ein ruhiger Markt mit positivem Trend erwartet wird. "Gelb" weist auf einen turbulenten Markt mit positiver Erwartung hin – Investieren ist in Ordnung, eine Absicherung aber angezeigt. Und "Rot" signalisiert einen turbulenten Markt mit negativer Erwartung. Der Ratschlag lautet dann: Nicht Investieren.

Diese Ergebnisse nutzt die Redaktion, um die kurzfristige Aktienpositionierung innerhalb der vom private-wealth-Börsenindikator vorgeschlagenen Bandbreite festzulegen.

Anfang der zweiten Märzwoche hatte der Kapitalmarktseismograf nahegelegt, die Aktienquote deutlich abzubauen. Mitte April lockerte er dann die sehr defensive Haltung, um die Positionierung am Aktienmarkt wieder etwas zu erhöhen. „Mittlerweile ist die Wahrscheinlichkeit für positive Turbulenzen (Gelb) wieder deutlich angestiegen. Natürlich sind auch positive Turbulenzen turbulent – aber per Saldo lässt dieses Ergebnis eine weitere Erhöhung der Aktienquote zu“, erläutert Oliver Schlick vom Analysehaus Secaro. 

Besonders interessant sei derzeit, dass die schwachen Daten aus der Wirtschaft kaum eine Rolle spielten. „Alle Augen sind auf die Zentralbanken gerichtet. Deren geldpolitische Expansion in Verbindung mit der Hoffnung auf Erfolge bei der Entwicklung des Gilead-Medikaments Remdesivir sorgten für niedrigere Volatilitäten sowie sinkende Zinsen – und damit per Saldo für eine günstigere Verteilung der Wahrscheinlichkeiten beim Seismografen,“ analysiert Schlick.

Für den private-wealth-Börsenindikator bedeutet das: Die empfohlene Aktiengewichtung, abgeleitet aus dem ifo-Indikator und einer fair-Value-Berechnung, liegt weiter im Korridor zwischen 30 und 70 Prozent. Konkret sollte aber nun 50 statt 40 Prozent des für Aktienanlagen vorgesehenen Kapitals investiert werden. Die andere Hälfte bleibt als Liquidität in Kasse.

Ihr

Klaus Meitinger

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