• Klaus Meitinger

Kapitalmarktseismograf bleibt cool in der Corona-Panik.

Kapitalmarkt Seismograf 1Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Während die Aktienmärkte von viralen Krämpfen geschüttelt wurden, bleibt der Kapitalmarktseismograf investiert. „Wir haben jeden Tag neu gerechnet. Die Summe der „guten“ Wahrscheinlichkeiten grün und gelb haben sich nur minimal von ihren Höchstständen entfernt. Entsprechend stieg die Wahrscheinlichkeit für negative Turbulenzen trotz der Panik an den Aktienmärkten nur minimal an“, informiert Oliver Schlick.

Wie Sie wissen, unterscheidet der Kapitalmarkseismograf zwischen drei Phasen: "grün" (ruhiger Markt = Kaufen), "gelb" (turbulenter Markt mit positiver Erwartung = Investieren, aber mit Absicherung) und "rot" (turbulenter Markt mit negativer Erwartung = Nicht Investieren). „Aus Sicht des Seismografen gibt es deshalb aktuell keinen Grund, die Reißleine zu ziehen. Im Gegenteil: Er legt weiterhin eine offensive Aktiengewichtung nahe“, merkt Schlick an. 

Das ist interessant. Schon einmal – im Oktober 2019 – hatte sich der Seismograf nicht durch eine massive Korrektur irritieren lassen und hielt an seiner hohen Gewichtung von Aktien im Depot fest. Damals war genau dies der Schlüssel zur sehr guten Performance in den letzten Monaten des Jahres.

Wird der Seismograf wieder Recht behalten? Tatsächlich ist es heute fast unmöglich, zu einer verlässlichen Aussage über die Auswirkungen des Corona-Virus auf die Weltwirtschaft zu kommen. Das zeigt auch eine Analyse der unzähligen Bank-Reports zu diesem Thema.

Wir dürfen wohl annehmen, dass die Corona-Fallzahlen in den nächsten Wochen deutlich ansteigen werden. Und wir können annehmen, dass viele Unternehmen für das erste Quartal 2020 über massive Umsatz- und Ertragseinbußen berichten werden.

Die Schlüsselfrage ist allerdings nicht zu beantworten: Wird aus dem Einbruch im ersten Quartal eine weltweite tiefe Rezession? In diesem Fall würde die Fair-Value-Analyse des private wealth Börsenbarometers ein Rückschlagpotenzial beim DAX in die Region zwischen 7000 und 8500 Punkte erwarten lassen.

Oder gelingt es, die Rezession durch expansive wirtschaftspolitische Maßnahmen zu verhindern? Dann ginge der Wirtschaftsaufschwung im zweiten Halbjahr 2020 weiter und die Turbulenzen der letzten Tage bleiben nur eine kurze Episode im Börsentagebuch 2020.

„Mit drohender Konjunkturschwäche und der Beurteilung der Gegenmaßnahmen kann der Kapitalmarkt besser umgehen, als mit einem unkontrollierbaren Virus. Fiskalpolitische und geldpolitische Expansionsmaßnahmen sind in Asien schon teilweise umgesetzt, in Deutschland und in Europa werden Konjunkturprogramme vorbereitet, die US-Notenbank hat Ihren Leitzins gesenkt, die EZB wird wohl ebenfalls etwas unternehmen. – all diese Maßnahmen der Gegensteuerung werden positiv aufgenommen und der Seismograf zeigt in die gleiche Richtung“, merkt Schlick an

In den kommenden Wochen gilt es nun, genau zu beobachten, ob diese Maßnahmen auch tatsächlich wirken. Entscheidend dafür wird sein, dass es nach dem programmierten Absturz der Konjunkturfrühindikatoren rasch zu einer Stabilisierung kommt. 

Fazit:

Da der Seismograf weiterhin eine offensive Gewichtung der Aktienquote nahelegt, schlägt der private-wealth Börsenindikator immer noch eine aktuelle Aktiengewichtung im oberen Bereich der Bandbreite zwischen 30 und 70 Prozent des individuell vorgesehenen Aktienanteils vor. Anleger müssen sich aber weiterhin auf starke Schwankungen gefasst machen. Wir bleiben auf der Hut und informieren Sie sofort, sollte der Seismograf eine Anpassung der Aktienquote nötig machen.

Ihr

Klaus Meitinger

Hinweis: Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen kann für die Richtigkeit des Inhalts keine Haftung übernommen werden. Die in private wealth gemachten Angaben dienen der Unterrichtung und sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

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