• Klaus Meitinger

Stabilisierung der Konjunktur unterstützt Aktienmarkt.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

im August ist der ifo-Geschäftsklimaindex erneut gestiegen. Besonders im für den private-wealth-Börsenindikator wichtigen Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Stimmung nun erheblich verbessert. Obwohl viele Industriefirmen ihre wirtschaftliche Lage noch als schlecht beurteilen, fällt der Ausblick für die kommenden Monate sehr viel besser aus (Grafik unten). Die Auftragsbücher, erklären die ifo-Forscher, würden sich wieder füllen.

Das macht Mut. Interessant für Anleger ist, dass die Erholung in der Industrie nicht nur den gesamten Aktienmarkt unterstützen sollte. Sie könnte auch Anlagemöglichkeiten bei zyklischen Unternehmen in der zweiten und dritten Reihe schaffen, deren Aktiennotierungen noch weit unter den Vor-Corona-Niveaus liegen. 

Nachdem der Börsenindikator vor einem Monat nahegelegt hat, die Aktienquote weiter aufzubauen, schlägt das Modell seither einen Korridor zwischen 60 und 90 Prozent der individuell als passend erachteten Aktienquote vor. Für die genauere, kurzfristige Aktienpositionierung innerhalb dieser Bandbreite nutzen wir die Ergebnisse des Kapitalmarktseismografen. Dieser schätzt die Wahrscheinlichkeit dreier Marktzustände im kommenden Monat. Dabei bedeutet "grün", dass ein ruhiger Markt mit positivem Trend erwartet wird. Anleger können beruhigt investieren. "Gelb" weist auf einen turbulenten Markt mit positiver Erwartung hin – Investieren ist in Ordnung, eine Absicherung aber angezeigt. Und "Rot" signalisiert einen turbulenten Markt mit negativer Erwartung. Der Ratschlag lautet dann: Nicht Investieren.

Schon seit Anfang April signalisierte der Seismograf eine Verbesserung der Situation an den Aktienmärkten. Seit Ende April dominiert die Wahrscheinlichkeit für einen positiv turbulenten Markt (Gelb) ganz klar das Geschehen und der Seismograf leitet daraus eine deutliche Übergewichtung von Aktien ab. „Daran hat sich aktuell auch nichts Grundlegendes geändert. “, informiert Oliver Schlick, der die Daten des Seismografen regelmäßig berechnet: „Die Wahrscheinlichkeit für positive Turbulenzen bleibt die dominierende Kraft. Ganz langsam – und das ist positiv – nimmt nun sogar allerdings die Wahrscheinlichkeit für ruhige Märkte etwas zu.“

Fazit:

Die empfohlene Aktiengewichtung des private wealth-Börsenindikators wurde vor einem Monat von 60 auf 80 Prozent erhöht. Da der Ifo-Indikator positiv ist und der Seismograf eine Übergewichtung ratsam erscheinen lässt, ist weiterhin eine offensive Ausrichtung angezeigt. Einer noch höheren Aktienquote steht nur die hohe Bewertung der Märkte im Wege. Per Saldo bleibt die Aktienquote des private-wealth-Börsenindikators deshalb bei 80 Prozent des für Aktienanlagen vorgesehenen Kapitals.

Ihr

Klaus Meitinger

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