• Klaus Meitinger

Der Bär tobt unter dem Radar.

Derzeit gibt es in der Finanz-Community nur ein Thema: Ist der seit 2009 anhaltende weltweite Kursaufschwung bei Aktien vorbei und müssen wir uns künftig auf fallende Notierungen, einen Bärenmarkt, einstellen? Diese Diskussion bezieht sich allerdings immer auf die großen Indizes. Wer genauer hinsieht, erkennt, dass der Bär in weiten Teilen des Marktes schon längst zugeschlagen hat. Die Aktienkurse dutzender namhafter Firmen liegen 40 bis 60 Prozent unter ihren Höchstständen aus dem ersten Halbjahr. Darunter finden sich viele, die zur Crème de la Crème der deutschen Industrie zählen – Bayer, Covestro, Siltronic, Osram, Schaeffler, Wacker Chemie und viele, viele mehr. Angelsachsen sprechen in diesem Fall von einem „Stealth Bear Market“ – einem Bären, der unter dem Radar derer tobt, die sich nur für den breiten Markt interessieren.

Damit ist eingetreten, was wir Anfang des Jahres befürchtet hatten.

Ende Februar gab unser eigener Börsenindikator angesichts der drastischen Verschlechterung des Chance-Risiko-Verhältnisses an den Aktienmärkten ein Verkaufssignal. „Wir sind dann mal raus“, schrieben wir an dieser Stelle und schlugen vor, die Aktienquote auf null bis 30 Prozent zu reduzieren. Mit Blick auf 2019 stellt sich für uns nun eine ganz andere Frage: Wann sollen wir wieder investieren?

Aktuell gibt der Börsenindikator allerdings noch keine Entwarnung. Der Schlüssel für die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten liegt offenbar im Handelsstreit zwischen den USA und China. Verschärft sich dieser, ist eine neue, globale Rezession durchaus möglich. Dann wäre es richtig, weiter abzuwarten. Lässt sich der gordische Knoten aber durchschlagen und vereinbaren die beiden Länder vielleicht gar einen Abbau von Zöllen, finden sich nach den massiven Kursverlusten in vielen Bereichen heute schon interessante Kaufgelegenheiten. Die Ausgangssituation ist also digital. Null oder eins.

In den Prognosen führt das zu viel größeren Unsicherheiten als üblich. Und deshalb, wie Sie uns signalisierten, zu mehr Gesprächsbedarf. Wir haben darum die Voraussetzungen geschaffen, um noch intensiver mit Ihnen kommunizieren zu können. Wichtige Informationen aus der Redaktion und aus dem Netzwerk finden Sie tagesaktuell und in fünf Sprachen auf unserer Homepage www.private-wealth.de. Dazu organisieren wir für Sie am 25. Januar das private wealth Forum, um durch konzentrierte Gespräche intelligente Antworten auf die Fragen zu finden, die Ihren Erfolg als Unternehmer und Investor im kommenden Jahr maßgeblich beeinflussen werden. Die Details finden Sie auf der Seite rechts. Wir freuen uns sehr darauf, Sie zu sehen.

Herzlichst,

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Klaus Meitinger 
Chefredakteur

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Moritz Eckes 
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