Unternehmer müssen jetzt handeln.

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Viele Firmen in Deutschland stehen vor riesigen Herausforderungen. „Unsere Szenarioanalyse zeigt, wie Entscheider jetzt agieren müssen, damit ,made in Germany‘ führend bleibt“, informiert Florian Klein, Deloitte.

Technische Innovationen wie künstliche Intelligenz und Robotik, die immer umfassendere Vernetzung und Digitalisierung, die Entwicklung der weltweiten Märkte und der gesellschaftliche Wandel verändern die Welt der Wirtschaft grundlegend. Können deutsche Firmen im Jahr 2030 im internationalen Wettbewerb bestehen? Oder werden sie in die wirtschaftliche Zweitklassigkeit abrutschen?

Wir haben vier plausible Szenarien entwickelt, die zeigen, wie deutsche Firmen im Jahr 2030 wirtschaften werden. Im ersten Szenario agieren deutsche Firmen immer mehr als integrierte Lösungsanbieter für moderne Technologie und Ingenieursprodukte mit kundenorientierten Dienstleistungen entlang der kompletten Wertschöpfungskette. Sie bieten diese weltweit auf ihren Plattformen an. Da deren Aufbau sehr kostenintensiv ist, verdrängen große Organisationen kleinere Marktteilnehmer. Am Ende sind deutsche Firmen bestens aufgestellt und setzen als innovative Marktführer weltweit Maßstäbe bei Technologie und Service. In Szenario zwei bieten Deutschlands Firmen als Hersteller, Entwickler oder Dienstleister neuartige Produkte oder Services an. Da der Aufbau integrierter Lösungsplattformen für sie zu kostspielig und komplex ist, haben sie weitreichende Allianzen gebildet. Das ist zwar ein wichtiger Wettbewerbsvorteil im globalen Markt. Zugleich verursacht es aber hohe Kosten, die Kompatibilität der unterschiedlichen Standards sicherzustellen. Das bremst Innovationen in Forschung und Entwicklung. Die Unternehmen sind zwar global auf breiter Basis konkurrenzfähig, die Wachstumsmöglichkeiten sind aber eher begrenzt.

In Szenario drei setzen die Firmen auf integrierte Lösungen mit einem „Fast Follower“-Ansatz. Sie kombinieren bestehende Technologien mit bewährten, kundenorientierten Dienstleistungen. Die Einführung neuer Technologien erfolgt aber nur langsam. Im Bereich Forschung und Entwicklung liegt der Fokus auf Evolution statt auf Revolution. Investitionen in Automatisierung dienen vor allem dazu, Effizienzziele zu erreichen. Arbeitsplätze fallen weg. Kleinere Unternehmen können im Markt konkurrieren, wenn sie neue Technologien und Servicekonzepte schnell adaptieren. Doch die Schaffung umfassender integrierter Lösungen ist eine große Herausforderung.

In Szenario vier konzentrieren sich deutsche Unternehmer auf Güter oder Dienstleistungen, die bereits von anderen eingeführt wurden. Sie agieren also nur noch als verlängerte Werkbank führender Marktteilnehmer. Der Marktanteil dieser „Nachahmer“ schwindet. Sie verfügen bald nur noch über reduzierte Mittel für Forschung und Entwicklung und investieren vorrangig in Effizienzmaßnahmen, um Arbeitskräfte durch Technologie und Automatisierung zu ersetzen. Das hat den Verlust vieler Arbeitsplätze zur Folge. Kleinere, agile Marktteilnehmer sind zwar noch konkurrenzfähig – ihr Fokus bleibt aber auf den Inlandsmarkt und einige wenige Schwellenländer begrenzt.

Sie sehen schon: Szenario eins und zwei sind noch eher positiv, aber in Szenario drei und vier wird es schwierig. Unternehmenslenker und Politiker müssen darum die Weichen so stellen, dass deutsche Firmen ihre Innovationsführerschaft verteidigen können.

Drei Themenfelder kommen in jedem Szenario vor: Erstens müssen sich deutsche Unternehmen noch viel mehr mit den strategischen Auswirkungen der Digitalisierung befassen. Es geht darum, wie Big Data und künstliche Intelligenz Prozesse, Produkte und Dienstleistungen verändern werden. Die Fähigkeit, lieb gewonnene Geschäftsmodelle zu hinterfragen, wird überlebenswichtig.

Zweitens bricht gerade ein wichtiges Element unserer Wettbewerbsfähigkeit der letzten 150 Jahre weg. Wir sind Weltmeister in der Entwicklung von Spezialtechnologien, aber der Trend geht zu komplexen, kundenzentrierten Lösungen. Wir müssen neu fokussieren.

Und drittens befindet sich das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, der Autosektor, in einer existenziellen Krise mit ungewissem Ausgang. Sicher ist nur: Es wird schmerzhaft. Doch Schockstarre wäre die falsche Reaktion. In stürmischer See zählen Weitblick und die sichere Hand des Steuermanns. Die Herausforderungen sind erkannt. Wer geht sie an?

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