Königsklasse.

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100 Beeck

Oldtimer-Segel-Regatten. Wilfried Beeck ist zwar ein Pionier des E-Commerce. Seine ganz große Liebe sind allerdings klassische Segelyachten – vor allem aus der legendären Zwölfer-Klasse. Sein Flaggschiff, die „Trivia“, ist mit ihren 80 Jahren im besten Alter, um bei den großen Vintage-Regatten ganz nach vorn zu segeln.

Die große Leidenschaft des Unternehmers Wilfried Beeck beginnt tragisch.

1998 wird der Kieler, einer der drei Gründer des Software-Unternehmens Intershop, von seinem Frankreich-Geschäftsführer nach Schottland zu einer Regatta mit klassischen Yachten eingeladen. Mit von der Partie sind auch Kars­ten Schneider und Stephan Schambach, die beiden anderen Köpfe der Firma. Beeck weiß nicht so recht, was da auf ihn zukommt. Er segelt zu Hause in Kiel ja nur mit seinem kleinen Katamaran in der Förde. Aber er ist froh, zwei Wochen vor dem Börsengang eine kleine Pause zu bekommen. Dann die Hiobsbotschaft: Der Initiator des Klassiker-Rennens, der Franzose Éric Tabarly, geht bei der Überführung seiner Yacht nachts in der Irischen See über Bord und ertrinkt.

Als das Trio in Schottland ankommt, herrscht große Trauer. Doch die Witwe von Tabarly besteht darauf, dass die Regatta stattfindet. Und so gehen die drei Männer bei bestem Segelwetter an Bord der Vintage-Rennyacht „Moonbeam III“, einem 31 Meter langen Gaffelkutter, gebaut 1902. „Es war ein Erweckungserlebnis für mich“, erinnert sich Beeck.

„Einfach fantastisch, auf so einem geschichtsträchtigen, ruhmreichen Boot zu segeln.“ Der Unternehmer denkt sich: „Wenn ich es mir jemals leisten kann, möchte ich auch so eine Yacht besitzen.“ Zwei Wochen später kann er.

Intershop geht an die Börse und wird sofort mit einer Milliarde Mark bewertet. Und Wilfried Beeck nimmt einen Anlauf. Er erwirbt zunächst einen kleineren Achter namens „Windsbraut“, Baujahr 1939. Doch insgeheim liebäugelt er bereits mit einer Zwölfer – nicht so groß und lang wie die „Moonbeam III“, aber gewissermaßen die Königsklasse der Vintage-Yachten.

Die Klassifizierung „Zwölfer“ ist das Ergebnis einer internationalen Vermessungsformel (Meter-Klasse) aus dem Jahr 1906, bei der Segelgröße, Länge und Breite der Yacht, Wasserlänge, Tiefgang und Freibord in eine spezielle Formel einfließen. Bei den Zwölfern ist das Resultat – natürlich – zwölf. Ihre Blütezeit haben die rund 20 Meter langen, eleganten Rennyachten, als sie zwischen 1958 und 1987 um den America’s Cup segeln, die begehrteste aller Segeltrophäen.

„Das sind extrem sportliche Yachten und es ist ein irres Gefühl, wenn sich so ein Zwölfer auf die Backe legt, wenn 30 Tonnen durch die Welle gehen“, schwärmt Beeck: „Da steckt eine unglaubliche Kraft dahinter.“

Ein Jahr nach dem Kauf der „Windsbraut“ erwirbt er seinen ersten Zwölfer, die „Trivia“. Yachtmakler Peter König hatte ihn angerufen: „In Menton an der Côte d’Azur liegt ein toller, perfekt res­taurierter Zwölfer. Er ist günstig zu bekommen.“ Zufällig muss Beeck ohnehin zu einer Konferenz in Cannes. „Da sah ich dann diesen wunderschönen Segler, eingeklemmt zwischen hässlichen, weißen Motoryachten.“

Damals, vor dem Platzen der Dotcom-Blase, sei es für ihn kein Problem gewesen, „ein bis zwei Millionen für ein gut restauriertes Boot auszugeben“. Schließlich wurde Intershop in der Spitze an der Börse mit 14 Milliarden Euro bewertet. Doch um den reinen Besitz geht es ihm da schon lange nicht mehr. Er hat eine brennende Leidenschaft entwickelt, verschlingt alles, was er über klassische Yachten zu lesen bekommt. „Man erwirbt nie nur ein Boot, sondern ein Stück Geschichte. Das fasziniert mich.“

Seine „Trivia“ zum Beispiel wurde bereits 1937 in Dartmouth (England) zu Wasser gelassen. Entworfen hatte sie Charles E. Nicholson, der erste Besitzer des gut 21 Meter langen Schiffes hieß Vernon W. MacAndrew. Der konnte sich gleich in der ersten Saison über 13 Siege, elf zweite Plätze und sechs dritte Ränge freuen – bei 41 Regatta-Starts war die „Trivia“ damit das erfolgreichste Boot in der 12mR-Klasse weltweit.

Ihr stärkster Konkurrent war damals ihr Schwesterschiff „Evaine“, die heute ebenfalls in Kiel beheimatet ist. MacAndrew starb 1940, als eine deutsche Magnetmine seine Yacht „Campeador“ traf, die in ein Patrouillenboot umfunktioniert worden war. Die „Trivia“ lebte jedoch weiter und bekam neue Besitzer, zwischenzeitlich auch neue Namen. Mal war sie in Norwegen, mal in den USA zu Hause. 1993 landete sie dann an der Côte d’Azur, wo sie im Jahr 2000 von Beeck gekauft wurde. Die von Giorgetti & Magrini restaurierte Yacht gilt als Musterbeispiel einer gelungenen Instandsetzung.

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Insgesamt wurden über all die Jahre etwa 180 Exemplare der Zwölfer in Auftrag gegeben. Viele kamen aus Deutschland, wurden zum Beispiel von der Bremer Werft Abeking & Rasmussen gebaut. Die Kunden stammten unter anderem aus der Wirtschaftselite Neuenglands. Mitte der 1920er-Jahre war Deutschland für diese Kunden ein Billiglohnland. Sie gaben wegen des günstigen Dollar-Reichsmark-Kurses die arbeitsintensive Fertigung der Boote gern in Germany in Auftrag.

„Viele der ältesten Yachten sind heute verschollen“, bedauert Beeck. „Von den Zwölfern gibt es heute nur noch rund 100.“ Das allein macht den Markt, sofern überhaupt von einem solchen gesprochen werden kann, extrem klein. „Außerdem haben viele Yachten lebenslang nur einen einzigen Eigentümer, der sein Schmuckstück für kein Geld der Welt verkaufen würde.“ Etwa 25 der alten Zwölfer-Holzboote sind noch in Topzustand. Dazu kommen noch 25 bis 30 nach 1958 speziell für den America’s Cup gebaute Yachten wie die von Ted Turner, bei denen bereits Kunststoff verwendet wurde. Diese Boote wurden schneller und wendiger, die Crew war kleiner, weil nicht mehr alles manuell erledigt werden musste. Sonst änderte sich wenig.

1983 kam dann der legendäre Wendepunkt in der Geschichte des America’s Cup, als erstmals nach 132 Jahren ein ausländisches Team dem New York Yacht Club den Cup entreißen konnte. Der Skipper, dem das Missgeschick widerfuhr, war Dennis Connor. Er holte zwar 1987 den Cup wieder aus Australien zurück in die USA, aber die Geschichte der Zwölfer im America’s Cup war damit besiegelt. Als ihn 1989 die Neuseeländer mit einer Riesenyacht herausforderten, verteidigte Connor den Cup mit einem Katamaran. Seitdem wurde der Bootstyp immer wieder geändert, bis zu den heutigen superschnellen und regelrecht „fliegenden“ Katamaranen. Auch deshalb gelten die Zwölfer als die letzte beständige Größe beim Bau von Rennyachten.

Für echte Vintage-Kapitäne wie Beeck sind die frühen Zwölfer-Holzboote am spannendsten. In dieser kleinen Szene kennen sich alle persönlich. Jeder weiß, dass Prada-Chef Patrizio Bertelli die „Nyala“ segelt, die Standard-Oil-Boss Frederick Bedford 1938 als Mitgift für seine Tochter bauen ließ. Oder dass Oliver Berking von der gleichnamigen Silberbesteck-Manufaktur die „Sphinx“ aufwendig restauriert hat.

Überhaupt Berking: Er ist von den alten Schiffen so fasziniert, dass er vor neun Jahren eine eigene Werft gründete. Robbe & Berking ist darauf spezialisiert, alte Yachten zu restaurieren. Sein Pendant im Süden ist Josef Martin aus Radolfzell am Bodensee. Er machte Martin-Yachten, den elterlichen Betrieb, über die Jahrzehnte mit gelungenen Instandsetzungen von Holzbooten zu einer angesehenen Werftadresse. Martin hat unter anderem die „Anitra“ von Rüdiger Stihl (Motorsägen-Imperium) auf Hochglanz getrimmt.

Dass diese legendären Rennyachten nur sehr selten verkauft werden, hat einen ganz besonderen Grund. Sie sind die Eintrittskarte zu ganz besonderen Wettfahrten. Im Juli 2019 findet vor Newport (Rhode Island) im alten Revier des America’s Cup der Worldcup statt, die offizielle Weltmeisterschaft der immer noch sehr aktiven Klasse. Da wollen alle Segel­enthusiasten natürlich dabei sein. Indes: Die begehrte Einladung bekommt nur, wer Mitglied in einem der wenigen Partner-Segelclubs des New York Yacht Clubs ist – oder eben einen Zwölfer besitzt.

Die Eigner kämpfen bei Klassikrennen wie der Voiles de Saint-Tropez, der Panerai Classic Yachts Challenge in Antibes, den Régates Royales in Cannes oder dem Robbe & Berking Sterling Cup in Flensburg gegen Wind, Wellen und Gegner um Platzierungen. Diese Rennserie, die offiziell Road to the Worlds Waypoints (www.12mrclass.com/waypoints) heißt, führt rund um den halben Globus – von Regatten in der Ostsee und im Mittelmeer bis zur Ostküste der USA.

Dabei geht es hart zur Sache. Viele der Vintage-Segler haben America’s-Cup-Erfahrung – da wird nicht mit Samthandschuhen gearbeitet.

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Beecks Crew hat 16 Mitglieder, weitgehend aus der Kategorie „Friends & Family“, meist dasselbe Team: eine eingeschworene Gruppe von Freunden und Geschäftspartnern, dazu junge, fitte Leute, die hoch in den Mast steigen können. „Am wichtigsten ist der Taktiker“, erklärt Beeck. Der Mann am Steuer, meist der Eigner, also er selbst, sei gar nicht so entscheidend.

Heikle Situationen habe er dabei schon zur Genüge erlebt, inklusive zweier Kollisionen – „zum Glück ohne Verletzte“. Denn ein glimpfliches Ende ist beileibe nicht garantiert, wenn zwei Schiffe à 30 Tonnen sich ineinander verkeilen. Immerhin: Dank ihres Kiels aus Blei können die Zwölfer nicht kentern. Das „Trivia“-Team segelt meistens in der Spitzengruppe, hat 2007 in Cannes die Weltmeisterschaft gewonnen und erreichte bei der jüngsten WM in Barcelona den zweiten Platz hinter dem siegreichen Prada-Team. Im Heimatrevier in Kiel hat die Crew 2010 die Rolex Baltic Week gewonnen und 2016 die Europameisterschaft in Kopenhagen. Das erklärte Ziel für den Worldcup in Newport ist deshalb natürlich wieder ein Platz auf dem Podium.

Beecks Lieblingsrennen findet jedoch vor der Isle of Wight in Südengland statt, wo der America’s Cup 1851 seine Wurzeln hatte: „Man segelt dort beim Round the Island Race auf der Cowes Week durch einen engen Kanal zwischen Festland und Insel hindurch, dessen Eingang von steil aufragenden Felsen, den sogenannten Needles, gesäumt ist. Das ist wirklich spektakulär.“

Ähnlich aufregend findet er nur die Inselwelt der Costa Smeralda auf Sardinien. Und natürlich die Kieler Förde, sein Heimatrevier: „Weil da immer Wind ist.“ Für Binnenseen, zumindest für deutsche Gewässer, sind die Zwölfer übrigens zu groß. Und einen Hilfsmotor, mit dem man in die Marina hineinzirkeln kann, haben sie auch nicht. „Pures Segeln eben“, sagt Beeck.

Der Kieler will jedoch nicht nur hart am Wind sein. Er ist auch zu einem leidenschaftlichen Sammler von Vintage-Yachten geworden, der inzwischen vier klassische Yachten besitzt, zwei Zwölfer und zwei Achter. „Jede hat ihren eigenen Charakter, ihre eigene Geschichte.“

Obwohl die Bauformel der Meterklasse gewährleistet, dass die Yachten sehr vergleichbar sind, würde er sie als Mitsegler auch mit verbundenen Augen sofort erkennen. Die technischen Innovationen über mehr als 100 Jahre haben auch in den Meterklassen immer wieder Veränderungen gebracht: Vom Gaffelrigg der ersten Zwölfer bis zum hydrodynamischen Flügelkiel der modernsten Zwölfer lassen sich alle Innovationen im Segelsport nachvollziehen.

Sein vorerst letzter Coup gelang Beeck 2012, als er die „Cintra“ erstand, ebenfalls ein Zwölfer, aber mit Gaffelrigg und damit der älteste noch aktiv gesegelte Zwölfer. Die „Cintra“ gilt unter Kennern als ein überragend schönes Exemplar ihrer Gattung. Sie stammt aus der Feder des Großmeisters William Fife III. und lief 1909 auf dessen Werft am River Clyde in Schottland vom Stapel.

Die Yacht ist knapp 19 Meter lang und trägt 221 Quadratmeter Segel. Vor dem Ersten Weltkrieg dominierte sie die britische Zwölferszene, galt später als verschollen, bis sie in einer englischen Scheune wiedergefunden wurde. Ihre Restaurierung zu Beginn der 90er-Jahre und die mediale Begleitmusik lösten eine Welle der Begeisterung für die alten Zwölfer aus. „Die Yacht wurde zu einer prominenten Vertreterin ihrer Klasse auf dem Mittelmeer, wo sie unter italienischer Flagge segelte“, schwärmt Beeck.

Als der Unternehmer 2011 mitbekam, dass das Boot seit zwei Jahren an Land liegt und der Eigentümer zum Verkauf über einen holländischen Makler bereit ist, griff Beeck zu und erstand die „Cintra“ zu einem Preis deutlich unterhalb der  zwei Millionen Euro, die der bekannte italienische Verleger 1990 in die Restaurierung investiert hatte. Für die Instandsetzungsarbeiten und eine neue Segelgarderobe waren noch einmal 80000 Euro notwendig, obwohl der Kieler die Yacht in segelklarem Zustand erworben hatte, was aber bei einer mehr als 100 Jahre alten Rennmaschine nicht viel heißen muss.

In der Szene wurde damals darüber spekuliert, ob jetzt ein sportlicher Wettbewerb um die größte Zwölferflotte ausbricht. In der Ostsee sind derzeit etwa 20 Zwölfer unterwegs – vermutlich die höchste Dichte weltweit.

Tatsächlich musste sich Beeck allmählich Gedanken darüber machen, wie und wo sein Oldtimer-Schatz am besten aufgehoben ist. 2009 gründete er deshalb die Trivia GmbH. Beecks Hauswerft in Kiel hatte dichtgemacht, er brauchte aber jemanden, der sich um die Wartung seiner Yachten kümmert. Also heuerte er einen Ex-Mitarbeiter seiner Hauswerft an.

Gleichzeitig bot er die „Trivia“ für Chartertouren an. „Das deckt die Betriebskos­ten und bringt Kontakte zu internationalen, interessanten Gästen.“ 3000 bis 4500 Euro pro Tag kostet das, Kunden sind primär Firmen, die Incentives für das Top-Management buchen wollen.

Die hohen Betriebskosten sind es auch, die Zwölfer-Boote als Spekulationsobjekt weitgehend uninteressant machen. „Per saldo gibt es praktisch keine Wertsteigerung, aber auch keinen Verlust. Der Unterhalt ist einfach zu hoch, um selbst bei steigenden Kaufpreisen eine Rendite zu erwirtschaften.“

Gleichzeitig würden die hohen laufenden Kosten die Nachfrage limitieren. „Es gibt nur ab und zu einmal kurze Spitzen“, erklärt Beeck. „Als zum Beispiel Prada-Chef Bertelli Anfang der 90er-Jahre die ,Nyala‘ erwarb, machten es ihm andere Unternehmer aus Mailand nach. Später waren dann im Mittelmeer plötzlich Wally-Yachten en vogue. Da wurden einige Zwölfer wieder frei, und wir konnten sie an die Ostsee holen.“

Ein Geschäft ist das Zwölfer-Segeln bes­tenfalls für die Sponsoren. Bei den Klassikregatten sind das vor allem Rolex, Panerai und Prada. Der langjährige Panerai-Boss Angelo Bonati, der sich im April in den Ruhestand verabschiedete, ist ein fanatischer Segler, besitzt selbst eine klassische Yacht. „Die Regatten der Panerai Classic Yachts Challenge sind Top-Events“, urteilt Beeck. „Die Sponsoren aus der Luxusgüterindustrie können dabei bestens ihre Werte wie Freiheit und Schönheit transportieren.“ Und darum gehe es ja auch: „Rauskommen aus dem Alltag, Wind und Wellen spüren, das Büro und die Firma mal völlig vergessen.“

Über die Jahrzehnte ist so ein gut funktionierendes Netzwerk entstanden, das auf teutonisch-nautischem Standesbewusstsein basiert und im Kieler Yacht-Club, dem Hochseesportverband Hansa oder dem Norddeutschen Regatta Verein gelebt wird. „Status bemisst sich nach Regattasiegen, nicht nach der Bootslänge“, meint Marcus Krall, Chefredakteur des Magazins „Boote Exclusiv“.

Da werde auch nicht zwischen altem und neuem Geld unterschieden, ergänzt Beeck. „Wer einen Zwölfer besitzt und aktiv segelt, gehört dazu. Die Szene ist lo­cker, alle sind sehr bodenständig. Wir übernachten schon mal in der Jugendherberge, wenn es keine Alternative gibt.“

Allerdings solle niemand denken, dass er das ganze Jahr nur auf dem Wasser und beim Segeln sei, betont Beeck. „Ich bin nur bei ausgewählten Regatten an Bord, in Summe vielleicht 20 Tage pro Jahr.“ Das Gros seiner Zeit beanspruche seine Firma ePages.

Diese Firma hatte Beeck schon 1983 gegründet und dann mit Intershop verschmolzen. Als der Mathematiker die Software-Firma dann nach dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2002 verließ, kaufte er die alte Firma zurück und übernahm die Rechte an einer der Intershop-Produktlinien. Heute erwirtschaften seine 120 Angestellten mit Kunden wie 1&1, Strato und der Telekom einen „niedrigen zweistelligen Millionenumsatz“, primär mit Lizenzeinnahmen für Software.

ePages – das scheint eine komplett andere Welt als die der Zwölfer mit ihren 28 Meter hoch aufragenden Segelgarderoben, für viele die elegantesten Takelagen in der Geschichte dieses Sports. „Doch so groß ist der Unterschied zwischen einer Segelyacht und einem Familienunternehmen dann doch nicht“, überlegt er. „Ich weiß: Beide werden mich überleben, sie sind von Dauer. Als Eigentümer passe ich nur eine Weile darauf auf und füge mich dann in die Reihe derjenigen ein, die sich davor um sie gekümmert haben und sich danach um sie kümmern werden.“

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Klassische Yachten chartern.

Wilfried Beeck hat sechs Schiffe in Charter, vier Zwölfer und zwei Achter, darunter die Zwölfer „Trivia“ und „Evaine“ als Match-Race-Paar – zwei identische Zwölfer-Yachten segeln dabei um die Wette, was als Event für Firmenkunden besonders beliebt ist.

Beeck begann 2007 anlässlich des America’s Cup in Valencia mit dem Verchartern, vorher war er oft mit Kunden seiner eigenen Firma gesegelt. Die Chartersaison dauert in der Ostsee von April bis Ende September. Es gibt Stammkunden für die großen Veranstaltungen wie Kieler Woche, Travemünder Woche und die Schifffahrtsregatta. Beeck bietet aber auch eigene Events in Kiel an, in Zusammenarbeit mit dem Hotel des Kieler Yachtclubs, in dem Seminare stattfinden können. Die Boote liegen direkt davor, sodass die Teilnehmer schnell mal einige Stunden segeln können. „Das hilft auch der Zwölfer-Szene hier“, erläutert Beeck. „Schließlich bin ich selbst so zu dieser Leidenschaft gekommen, damals als Gast an Bord der Moonbeam III“ (Info: www.trivia.de).

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Autor:  Dr. Günter Kast

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