• Uwe Zimmer

„Bitcoin-Kurs wird noch lange steigen.“

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Einige Kryptowährungen werden sich langfristig als Zahlungsmittel etablieren, meint Uwe Zimmer von Fundamental Capital. „Ein Investment in die führenden digitalen Recheneinheiten lohnt sich deshalb.“

Ich will gar nicht bestreiten, dass der massive Kursanstieg bei der führenden Kryptowährung, dem Bitcoin, einen wahren Hype um virtuelle Währungen hervorgerufen hat. Es ist deshalb durchaus nachvollziehbar, wenn viele Experten vor einer Spekulationsblase – insbesondere beim Bitcoin – warnen.

Investoren sollten darüber aber nicht die grundsätzliche und langfristige Idee der virtuellen Recheneinheiten aus dem Auge verlieren. Ich habe mir diese genauer angeschaut und bin zu der Überzeugung gelangt, dass sich ein Investment auszahlen wird.

Der wichtigste Punkt ist, dass die Notenbanken rund um den Globus seit der Finanzkrise die Gelddruckmaschinen angeworfen haben. Immer mehr Geld wurde in Umlauf gebracht, um eine noch schlimmere Krise zu verhindern. Dies unterhöhlt sukzessive das Vertrauen in unser Papiergeld­sys­tem. Nur knappes Geld bleibt wertvoll. Deshalb ist es konsequent, dass nun losgelöst von unserem Papiergeldsys­tem digitale Währungen entstanden sind.

Kryptowährungen haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber Papiergeld: Sie sind in ihrer Stückzahl limitiert und können nicht beliebig vermehrt werden. Das erinnert mich immer an Gold, bislang die ultimative Währung. Auch das Edelmetall, das seit Jahrhunderten als Mittel zur Wertaufbewahrung dient, ist nur begrenzt verfügbar. Dazu kommt: Kryptowährungen werden über ein dezentrales System organisiert. Sie können nicht durch eine zentrale oder staatliche Stelle kontrolliert oder manipuliert werden. Das alles stärkt das Vertrauen von Anlegern.

Die aktuell extremen Preisausschläge sollten Sie dabei nicht überbewerten. Kryptowährungen stecken einfach noch in den Kinderschuhen. Die wichtigere Frage ist für mich, ob das so bleiben wird. Oder ob die digitalen Recheneinheiten irgendwann ins Erwachsenenalter kommen.

Ich denke, dass Letzteres der Fall sein wird. Je mehr Menschen mitmachen, umso reifer werden Digitalwährungen und desto größer wird ihre Akzeptanz. Japan zum Beispiel hat den Bitcoin als Zahlungsmittel schon anerkannt.

Gleichzeitig ermöglichen es Kryptowährungen vielen Menschen, auch dann am Zahlungsverkehr teilzunehmen, wenn sie gar keinen Zugang zu einer Bank oder einem Konto haben. Das ist besonders für die Entwicklungs- und Schwellenländern interessant. Der Zahlungsverkehr über virtuelle Recheneinheiten kann von überall aus geschehen, ist schneller als jede Banküberweisung, erfolgt zu niedrigeren Kosten und ohne einen Intermediär. Ich vermute, dass dies immer mehr Menschen überzeugen wird, Kryptowährungen im täglichen Leben zu nutzen.

Auch immer mehr Anleger befassen sich nun mit diesem Thema. Schon heute haben Investoren über diverse Anlageprodukte, wie Zertifikate und Contracts for Difference (CFD), Zugang zum Bitcoin. Künftig dürften die Anlagemöglichkeiten weiter zunehmen. So will die Chicago Mercantile Exchange, eine der größten Börsen der Welt, noch im Dezember einen Bitcoin-Future zum Handel freigeben. Ziel ist es, die Anlage in Bitcoin zu regulieren und von ihrem Wild-West-Image zu befreien. Gelingt dies, wird es viele weitere Publikumsprodukte geben. Die Emittenten stehen schon in den Startlöchern.

Ich sehe drei langfristige Entwicklungen: Erstens werden sich einige digitale Recheneinheiten – analog zum Schweizer Franken – als digitaler Speicher zur Wertaufbewahrung etablieren. Zweitens wird sich eine Handvoll virtueller Währungen als Zahlungsmittel durchsetzen. Der Rest der inzwischen rund 1200 Digitalwährungen wird in den kommenden Jahren keine Rolle mehr spielen. 99 Prozent der Kryptowährungen werden also wertlos und verschwinden.

Bei denjenigen, die sich durchsetzen, werden die Kurse per saldo deutlich steigen. Kryptowährungen sind deshalb weit mehr als nur eine Eintagsfliege oder eine kurzfristige Mode­erscheinung. Ihr Zeitalter beginnt gerade jetzt.

Lassen Sie sich von den extremen Kursschwankungen beim Bitcoin nicht schrecken. Nutzen Sie diese. Wenn die Kryptowährungen wieder einmal stark unter Druck geraten, legen Sie sich einfach fünf bis sechs der führenden in Ihr Depot und warten ab. Langfristig wird sich das auszahlen. ®

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