Smart City – smarte Anlage.

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064 Pictet 59530238Urbanisierung. Immer mehr Menschen ziehen in die Städte. Damit diese lebenswert bleiben, sind umfangreiche Investitionen erforderlich. „Davon werden diejenigen Unternehmen profitieren, die Lösungen anbieten“, erläutert Ivo Weinöhrl, Fondsmanager beim Bankhaus Pictet.

Kilometerlange Staus jeden Tag, schier endlose Wartezeiten und Überlastung bei der medizinischen Versorgung, Wohnungsnot, schlechte Luftqualität, aber auch Kriminalität. Das alles macht den Städten und ihren Bewohnern zu schaffen. „Sie stehen heute schon unter massivem Stress“, stellt Ivo Weinöhrl, der den Themenfonds Pictet-SmartCity managt, fest. „Und es wird noch schlimmer.“

Nach einer Schätzung der Vereinten Nationen leben heute rund 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten. Im Jahr 2050 sollen es schon 68 Prozent sein. Konkret bedeutet das: Die Zahl der Menschen, die in urbanen Lebensräumen wohnen, wird in diesem Zeitraum um 2,5 Milliarden zunehmen. „90 Prozent dieses Anstiegs der städtischen Bevölkerung wird sich in den Schwellenländern vollziehen, vor allem in Indien und China. Aber die Probleme, die damit einhergehen, sind überall gleich“, erläutert der Experte.

Schon heute sind die rund 470 Millionenstädte für 75 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und für etwa 80 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Die Luftqualität ist schlecht, mit verheerenden Folgen für die Gesundheit der Bewohner. Die Sicherheitslage ist problematisch. Viel Zeit geht durch ineffiziente Verkehrssysteme verloren. „All dies wird sich in Zukunft weiter verschärfen. Zum Beispiel wird erwartet, dass sich die Abfallmengen der Städte bis zum Ende dieses Jahrhunderts verdreifachen werden.“

Es ist der Stoff, aus dem dystopische Bilder gemalt werden könnten. Oder aber eine strahlende Zukunft. „Eine echte Smart City kann diese Probleme lösen. Warum sollen wir es nicht schaffen, attraktive Städte zu entwickeln, Infrastrukturen, die auf höhere menschliche Bedürfnisse ausgerichtet sind? In denen Lebensqualität und Nachhaltigkeit gesteigert werden? Gerade die Städte sind doch ein idealer Nährboden für Innovationen“, ist Weinöhrl optimistisch.

Laut dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) könnten zum Beispiel durch Sammelfahrten und Carsharing vier von fünf Autos auf den Straßen überflüssig werden. Und gemäß einer Untersuchung des Research Institutes der Beratungsfirma McKinsey könnten durch die Nutzung der heute vorhandenen Datenmengen der Wasserverbrauch um 20 bis 30 Prozent verringert, die Kriminalitätsrate um 30 bis 40 Prozent reduziert und die medizinische Versorgung sowie die öffentlichen Verkehrsmittel optimiert werden.

„Alle Städte werden künftig massiv in ihre Infrastruktur investieren. Das ist eine riesige Zukunftschance für Unternehmen, die bessere und nachhaltigere Lösungen mithilfe neuer Technologien anbieten“, macht Weinöhrl klar.

Um welche Summen es dabei geht, hat die Citigroup unlängst berechnet. Sie geht davon aus, dass in den kommenden Jahren jährlich Investitionen in Höhe von 2,1 Billionen Dollar nötig sein werden. Dass diese Investitionen trotz vielerorts klammer Staatskassen umgesetzt werden, daran hat der Experte keine Zweifel. „Zum einen ist der Gedanke, Städte sicherer, widerstandsfähiger und nachhaltiger zu machen, in den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen verankert“, erklärt er. „Zum anderen gehe ich davon aus, dass ein großer Teil der Investitionen in Smart Cities aus öffentlich-privaten Partnerschaften oder direkt aus dem privaten Sektor kommen wird.“

Damit Investoren von diesem faszinierenden Anlagethema profitieren können, sucht er mit seinem Smart-City-Fonds nach Firmen mit innovativen Lösungen. Dafür hat der Manager die Wertschöpfungskette bei der Entstehung von Smart Cities in drei Untersektoren aufgeteilt – Städte bauen, Städte am Laufen halten, in Städten leben.

Im ersten Bereich geht es um die Planung, den Aufbau und die Finanzierung von Metropolen. Das beinhaltet die Entwicklung und Finanzierung von Immobilien oder auch die Verbesserung der Gebäudeeffizienz im Zusammenhang mit dem knappen Raumangebot in einer Stadt. „Wir suchen beispielsweise nach Unternehmen, die eine effizientere Platznutzung durch technologische Verbesserungen ermöglichen.“

Exemplarisch dafür steht der finnische Aufzug- und Rolltreppenhersteller Kone. Schließlich werden Gebäude zunehmend höher gebaut. Aufzüge müssen einen verlässlichen und effizienten Durchfluss der Bewohner ermöglichen. Kone, das zu den fünf Anbietern gehört, die sich 75 Prozent des Weltmarktes aufteilen, könnte künftig von deutlich steigender Nachfrage nach seinen Produkten und Dienstleistungen profitieren.

Der zweite wichtige Sektor deckt das Segment Infrastruktur und Dienst­leis­tungen ab. Er ermöglicht überhaupt erst das tägliche Funktionieren des Lebens in einer Stadt. Dazu zählen unter anderem ein ausreichend ausgebauter öffentlicher Nahverkehr, Energie- und Wasserversorgung, die Entsorgung von Abfall oder die Struktur der Telekommunikation. „Interessant ist unter diesem Aspekt zum Beispiel Segro, eine britische Firma, die Verteilzentren für die ,letzte Meile‘ besitzt.“

Im dritten Aspekt geht es darum, eine Stadt lebenswert zu machen. In den Fokus rücken die Einrichtung intelligenter Arbeitsplätze, innovative Wohnlösungen, Freizeitaktivitäten oder auch das Thema Kinderbetreuung. „Die US-Firma Bright Horizons bietet zum Beispiel Betreuungseinrichtungen für den Nachwuchs in Zusammenarbeit mit großen Konzernen an. Sie ermöglicht es so beiden Elternteilen, zu arbeiten und damit das Leben in der Stadt besser und stressfreier zu bewältigen“, erklärt Weinöhrl. Der Erfolg: „In den vergangenen drei Jahren ist der Umsatz im Schnitt um 8,8 Prozent pro Jahr gestiegen, der Gewinn sogar um 34,5 Prozent.

Was mich so fasziniert ist die Vorhersehbarkeit dieser Entwicklungen. Nichts wird den Trend zur Urbanisierung stoppen können. Wenn wir dann in diesen Städten nachhaltig und gesund leben wollen, müssen sie zwingend ,smart‘ werden“, fasst Weinöhrl zusammen und folgert: „Das ist eine gigantische Investmentchance.“ ®

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// How to invest in Smart Cities.

Insgesamt haben die Experten von Pictet mehr als 20 Jahre Erfahrung mit Themenfonds. Sie managen 42 Milliarden Dollar in 15 verschiedenen Strategien, von denen der Pictet SmartCity das jüngste Produkt ist. Die grundsätzliche Idee der Themenfonds ist dabei stets die Gleiche: „Es geht um strukturelle und säkulare Trends, die eine Welle an Investitionen hervorbringen“, erklärt Ivo Weinöhrl, Manager des Pictet SmartCity. „Wir suchen nach Firmen, die davon profitieren. Das ermöglicht es uns, über den Konjunkturzyklus hinweg attraktive Renditen zu erwirtschaften.“

Beim Pictet SmartCity (ISIN: LU0503635624) generiert Fondsmanager Ivo Weinöhrl seine Ideen aus rund 40000 Aktien. Im ersten Schritt wird herausgearbeitet, welcher Anteil der Umsätze und Gewinne auf das Anlagethema „Smart City“ entfallen. „Diese Quote muss mehr als 50 Prozent betragen, schließlich geht es um thematische Reinheit“, erklärt Weinöhrl. Aus dem investierbaren Universum von rund 230 Aktien werden dann die 40 bis 60 besten Einzelideen ausgewählt und so kombiniert, dass ein möglichst hoher Diversifikationseffekt entsteht. Aktuell besteht das Portfolio aus 46 Werten, die aus den drei Bereichen Stadtplanung und Entwicklung, Infrastruktur und Lebensqualität kommen. Wer breiter in die Megatrends der Zukunft investieren will, kann dies auch über den Pictet-Global Megatrend Selection tun, der insgesamt zehn Themenfonds enthält.

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Sonderveröffentlichung:

Pictet & Cie (Europe) S.A.

Neue Mainzer Straße 1, 60311 Frankfurt

gruppe.pictet; Tel.: 069 / 79 500 90

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