Freiheit ist unser Luxus.

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Unternehmertum. Klaus Haas (rechts) und Peter Räuber gründen 2004 ihr Sportlabel Maloja mit außergewöhnlichen Ideen. Sie sträuben sich gegen schnelles Wachstum. Reines Profitdenken halten sie für überholt. Und schreiben damit eine einzigartige Erfolgsgeschichte.

Maloja liegt auf 1815 Meter Meereshöhe am Ende des Oberengadins, eines der schönsten und mondänsten Täler der Alpen im Kanton Graubünden. Der gleichnamige Pass öffnet sich nach Süden der Sonne und Wärme des Bergells entgegen.

Seit dem Jahr 2004 liegt Maloja aber auch auf 564 Meter Meereshöhe, eingebettet zwischen dem Chiemsee und seinem kleinen Bruder, dem Simssee, in Rimsting, einem idyllischen Winkel Oberbayerns. Dort, um genau zu sein, am Bach 1, produziert ein ungewöhnliches Unternehmen ganz besondere Produkte.

Allein aus diesen beiden Informationen ließe sich eine wunderbare Legende stricken. In Maloja im Oberengadin erlebt ein begeisterter Snowboarder einen Wintersporttag der Superlative. Später beschließt er, mit einem Partner eine eigene Sportmarke zu gründen, und nennt sie in Anlehnung an diesen besonderen Tag Maloja. Seitdem läuft Maloja richtig gut. So könnte es gewesen sein.

Tatsächlich war es so: Peter Räuber, ein Kreativer, der schon eine ganze Weile in der Sportmode-Branche tätig ist, findet, das Leben sei zu schön, um es ausschließlich mit Arbeit zu verbringen. Also entwickelt er einen Plan. Er möchte eine eigene Firma gründen, für die er im Sommer arbeitet, um dann im Winter snowboarden zu gehen.

Was ihm fehlt, ist das Verständnis für Zahlen. Also erzählt er dem Unternehmensberater Klaus Haas, der selbst eine Windsurf-Schule mit angegliederter Boutique in der Karibik besitzt, von seiner Vision. Fragt, ob dieser ihn nicht beraten möchte. Doch Haas mag nicht beraten. Er will 50-prozentiger Partner werden. Schloss und Schlüssel haben sich gefunden.

Gemeinsam gründen beide die Marke Maloja. Und machen daraus einen der erfolgreichsten Aufsteiger unter den deutschen Sportlabels. Mittlerweile ist Maloja in 28 Ländern vertreten: In Soho in New York ebenso wie in Seoul in Korea. 800 Händler verkaufen weltweit die Kollektionen aus Oberbayern. Jahr für Jahr wächst der Umsatz im zweistelligen Prozentbereich – auf zuletzt 20 Millionen Euro im Jahr 2017.

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In einem derart hart umkämpften Markt wie der Sportmode ist dieser ökonomische Erfolg schon erstaunlich. Noch bemerkenswerter ist, dass Peter Räuber und Klaus Haas viel mehr verkaufen könnten. Doch sie wollen nicht.

Sie sagen Dinge wie: „Wir möchten uns mit dem Wachsen Zeit lassen.“ Oder: „Das Profitdenken ist überholt.“ Oder: „Es geht nicht um das maximale Geldverdienen, sondern darum, wie das Geld verdient wird – am besten so, dass es dabei nur Gewinner gibt.“

Idealisten? Vielleicht. Philosophen? Sehr wahrscheinlich. Gute Firmenchefs? Absolut.

Eines ist sicher: Peter Räuber und Klaus Haas sind kongeniale Partner. Räuber ist der kreative Kopf, Haas der Mann der Zahlen. An dem Duo ist besonders, dass beide bei aller Unterschiedlichkeit für dieselben Werte einstehen: Nachhaltigkeit, Respekt, Qualität, Verantwortung. Wenn zwei CEOs eine Firma leiten, müssen sie sich wohl auch einig sein. Überstimmen per Mehrheit geht schließlich nicht.

Auch deshalb ist Maloja im Bergsport längst mehr als nur ein Markenname. Maloja ist ein Statement. Und ein Lehrstück darüber, was alles richtig gemacht werden kann, bei Gründung, Aufbau und Leitung eines Unternehmens.

Lektion 1: Wage etwas Neues.

Peter Räuber ist eine Art Mountain-­Bike-Pionier. Als Bike-Guide am Gardasee kennt er nicht nur die steilsten Trails, sondern auch die Herausforderungen an das Material. Durch seine Tätigkeit für diverse Sportmodehersteller wie Sunshine, Matador oder Chiemsee ist er zudem in der Branche bes­tens vernetzt und genießt viel Vertrauen. „Immer wieder haben mich die Händler ermutigt: Peter, mach endlich etwas Eigenes.“

Also setzt er sich ein Ziel: Der Radsport soll endlich stylish werden. „Anfang 2000 war die gesamte Bike-Branche enorm langweilig. Alles war schwarz, höchstens noch ein wenig weiß, ganz gewagt waren ein paar Rottöne.“ Das soll sich nun ändern.

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Das ers­te kleine Büro beziehen die beiden Unternehmer über einem Elektrizitätswerk in Bad Endorf. Dessen Eigentümer ist auch einer derjenigen gewesen, die immer gesagt hatten: „He, Peter, mach mal was.“ Diesmal sagt er noch etwa anderes: „Von mir kriegst du keine Hilfe. Aber Geld.“

Am ersten Tag klopft schon der erste Mitarbeiter an die Tür – Philip Genghammer. Er ist 14 Jahre später immer noch bei Maloja. „Wer zu uns kommt, kommt lebenslänglich“, scherzt Klaus Haas. Aber scherzhaft ist das gar nicht gemeint. In 14 Jahren Firmengeschichte haben tatsächlich nur zwei Mitarbeiter aus persönlichen Gründen die Firma verlassen. Maloja kennt faktisch keine Fluktuation.

Die erste Kollektion, mit der Maloja im Sommer 2005 auf den Markt kommt, ist eine reine Bike-Kollektion: etwa 60 Teile, hauptsächlich Pants und Trikots. Alles ist bunt, modisch und eben irgendwie anders. Räuber und Haas präsentieren sie auf der Eurobike, der Trendmesse im Bike-Sport in Friedrichshafen. „Die Leute sagten: Gott sei Dank, endlich mal was Neues“, erzählt Klaus Haas. Maloja kann aus dem Stand 100 Händler als Partner gewinnen. Dank Peter Räubers guter Kontakte sind viele wichtige und renommierte darunter: Mountainbike-Shops am Gardasee, Rennrad-Geschäfte auf Mallorca.

„Wir hatten“, sagt Haas, „einen feinen Start.“ Bald schon häufen sich die Anfragen. Kunden und Händler möchten nun auch eine Winterkollektion. Haas und Räuber setzen auf die beiden Wintersportarten, die ähnlich dem Radsport sehr hohe Ansprüche an Funktion und Material stellen – Skitourengehen und Langlaufen. „Da gibt es viele Synergien.“ 2007 kommt die erste Winterkollektion auf den Markt. Ein schöner Erfolg. Mit einem kleinen Wermutstropfen. Denn damit ist Peter Räubers ursprünglicher Traum geplatzt. Nun muss er sommers wie winters arbeiten.

Lektion 2: Mach konsequent dein Ding.

Maloja produziert 70 Prozent seiner Kollektion in Europa. Das ist in der Branche ungewöhnlich. Partner für die Baumwollverarbeitung sitzen in Portugal. Die Radbekleidung wird hauptsächlich in Italien geschneidert. Die Goretex-Produkte werden in der Ukraine hergestellt.

Der Großteil der Funktionsbekleidung wird in Bulgarien gefertigt. Dort hat Maloja auch ein eigenes Werk mit 200 Mitarbeitern aufgebaut. „Nur so können wir auch das umsetzen, was wir wollen“, sagt Klaus Haas. Ein eigenes Werk eröffnet ganz neue Möglichkeiten der Produktion: das Experimentieren mit unterschiedlichen Materialien, die Verarbeitung von nahtlosen Textilien, die Entwicklung von Färbemethoden, die Sonne und Schweiß standhalten.

Und ein eigenes Werk eröffnet auch noch ganz andere Entwicklungsmöglichkeiten. Die Produktion von Sportmode kennt zwei große Höhepunkte im Jahr – dann, wenn die Winter- beziehungsweise Sommerkollektion hergestellt wird. Die übrige Zeit herrscht Unterauslastung.

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Weil Maloja von Anfang an quasi ein Synonym dafür ist, dass sich hohe Ansprüche an die Funktionalität der Kleidung mit gutem Design kombinieren lassen, dauerte es nicht lange, bis die ersten Anfragen kommen, zusätzlich Funktionskleidung für andere zu produzieren. Dank der eigenen Fabrik lässt sich dies umsetzen. Heute stellt Maloja beispielsweise eine 100-teilige Athletenkollektion für Red Bull her.

„Rennfahrer trainieren auf mannigfaltige Weise“, sagt Peter Räuber. „Sie laufen, biken, machen Yoga. Und benötigen dafür das entsprechende Outfit.“ Zudem stellen die Oberbayern hochwertige Kollektionen für die Premiumkunden von Audi oder für das E-Bike-Team von Bosch her. Und sie kleiden die deutsche Skibergsteiger-Nationalmannschaft ein. Das Werk in Bulgarien ist damit das ganze Jahr über ausgelastet.

Auch McDonald’s klopft am Bach Nummer 1 an die Tür: Ob die Modemacher denn nicht eine passende Arbeitskleidung produzieren könnten? Den Auftrag lehnen Räuber und Haas zwar ab, die angeforderte Stückzahl ist ihnen zu groß. Doch Peter Räuber designt eine neue Uniform – zum ersten Mal seit Bestehen von McDonald’s nicht mehr unisex. Zwei Mitarbeiter von Maloja arbeiten tagelang bei McDonald’s, um sich in die Bedürfnisse der Angestellten hineinzuversetzen.

„Die Leute tragen so eine Uniform den ganzen Tag. Und natürlich fühlen sie sich wohler, wenn die Kleidungs­stücke gut passen und wenn sie sich darin attraktiv fühlen können. Wir ziehen ja auch gern das an, wovon wir glauben, dass es uns steht und in dem wir uns gut fühlen.“

Mittlerweile entwickelt Maloja Berufskleidung unter anderem für die Kaffeerösterei Dinzler, für Konrad Elektronik, für den Tourismusverband Garmisch-Partenkirchen oder Graubünden.

Wer sich die Produktion von Maloja genauer ansieht, merkt schnell, wie viele Gedanken sich Haas und Räuber auch in puncto Nachhaltigkeit machen. Nicht nur, dass der größte Teil der Produktion in Europa stattfindet, wo höhere Umweltstandards gelten. 2010 sind Räuber und Haas auch eine Partnerschaft mit bluesign eingegangen. Das Schweizer Siegel ist der weltweit strengste Standard für Umweltschutz, aber auch für Arbeits- und Verbraucherschutz.

75 Prozent aller Funktionsmaterialien, die Maloja verwendet, sind mittlerweile bluesign-zertifiziert. Für seine Radhosen verwendet Maloja eine Nylonfaser, die  zu 100 Prozent aus recycelten Rohstoffen besteht. Die wasserabweisende Ausrüstung wird größtenteils ohne Fluorcarbon (PFC) hergestellt, bis 2020 will Maloja vollständig auf PFC verzichten. Seit Sommer 2016 gibt es eine Produkt­reihe aus biologisch angebauter Baumwolle.

„Um ehrlich zu sein“, sagt Klaus Haas, „sprechen wir nicht gar nicht so viel über Nachhaltigkeit, weil das für uns zum Selbstverständnis gehört. Wir verwenden es auch nicht für Marketingzwecke.“ Tasächlich ist es auch nicht immer ganz einfach mit der Nachhaltigkeit in der Textilindustrie. Zwar werden zum Anbau von Bio-Baumwolle keine Pestizide verwendet, dafür ist aber der Wasserbedarf von Bio-Baumwolle höher als von konventioneller Baumwolle. „Deshalb experimentieren wir vermehrt mit Hanf, Leinen und recycelten Materialien“, sagt Peter Räuber.

„Wir sind nicht perfektionistisch“, sagt Klaus Haas, „aber wir haben den Ehrgeiz, jedes Jahr besser zu werden.“ Effektiv sagen sie in Rimsting nach jedem Jahr: „Das war das Beste, was wir bisher gemacht haben.“ Und das sagen sie nun schon seit 14 Jahren.

Lektion 3: Sei großartig, nicht nur groß.

Es gibt da dieses Buch, das bei kleinen Familienunternehmen in den USA fast schon als eine Art Bibel gilt. Das von kleinen Giganten erzählt, die sich bewusst dafür entscheiden, großartig zu sein, nicht bloß groß: „Small giants – companies that choose to be great instead of big.“ Diese Unternehmer widerstehen dem Druck, um jeden Preis zu wachsen. Und konzentrieren sich stattdessen auf befriedigendere Unternehmensziele. Zum Beispiel, bei den Qualitätsstandards kompromisslos zu sein. Oder ein perfektes Arbeitsumfeld zu schaffen. Erstklassigen Kundenservice zu bieten. Die Welt ein bisschen zum Positiven zu verändern. Und selbst dabei glücklich zu werden.

Ein solcher kleiner Gigant ist auch Maloja. „Wir haben ganz bewusst großen Wert auf einen selektiven Vertrieb gelegt“, erklärt Haas. Maloja arbeitet mit wenigen, meist kleineren Händlern zusammen, die aber eine große Kompetenz in puncto Bergsport haben und deshalb auch eine ganz spezielle Kundenklientel sehr kompetent beraten können.

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Selbst das Arbeitsumfeld ist einzigartig. Der Firmensitz ist ein alter Bauernhof. Aus den Bodenbrettern des alten Heustadels wurden die Schreibtische gezimmert. Teile der Büroeinrichtung stammen vom Flohmarkt. Das alles zusammen ergibt eine liebevolle und heimelige Atmosphäre. „Wir gehen unseren eigenen Weg und wir gehen ihn sehr konsequent“, sagt Klaus Haas. „Das ist harte Arbeit. Aber es macht uns auch stolz.“

In Japan gibt es einen Begriff für die Schönheit des Unvollkommenen. Er lautet Wabi Sabi. „Vieles, was uns in diesem ästhetischen Konzept aus dem Buddhismus begegnete, leben wir vom ersten Tag an: Liebe zum Detail, Wertschätzung für alte, gebrauchte Gegenstände, Einfachheit, Ehrlichkeit“, erklärt Peter Räuber die Idee.

Zur Philosophie der beiden Unternehmer gehört es auch, der Gesellschaft etwas zurück­zugeben. Das hört sich nicht neu an. Bei Maloja geschieht dies aber mit System. Jede Kollektion ist einem anderen Thema gewidmet. So wurden die Modelle der Serie „Pachamama“ 2013 von den Andenvölkern in Peru und Bolivien inspiriert. „Hi Society“ im Jahr 2012 lehnte sich an die Lebensweise der Bergbauern in Südtirol an. Und die aktuelle Kollektion „An Alpan Way“ ist eine Symbiose aus alpiner und japanischer Tradition.

Räuber und Haas schaffen so nicht nur eine Hommage an bestimmte Regionen in den Bergen. Sie unterstützen diese dann auch. So erhält ein Kinderprojekt in Bolivien regelmäßige Zuwendungen. Eine Strickgruppe für benachteiligte Anden-Frauen bekommt Aufträge, Mützen, Schals und Ponchos für Maloja zu stricken. Und mit der Kollektion „Hi Society“ unterstützen sie die Bergbauernhilfe in Südtirol.

Dass diese ganz besondere Einstellung zum Unternehmertum besser zu ihnen passt, hatten die beiden frühzeitig auf die eher harte Tour gelernt. REI, der größte Sporthändler der USA mit 13000 Mitarbeitern und 2,4 Milliarden Dollar Umsatz, nahm Maloja in sein Sortiment auf. Doch schon als die Bestellungen eingingen, wurde den beiden Firmeninhabern angst und bange. Viel zu viel, und noch dazu vor allem Yoga-Bekleidung. „Wir waren aber doch Spezialis­ten für Bergsport“, schüttelt Peter Räuber rückbli­ckend den Kopf. Nach nur einem Jahr nahm REI Maloja wieder aus dem Sortiment. Und die Chiemgauer hatten ihre Lektion gelernt. Lieber klein, aber fein. Oder wie es Klaus Haas formuliert: arm, aber sexy.

Heute ist Maloja trotzdem bei 150 Händlern in den USA und in Kanada etabliert, an Orten wie Sun Valley, Portland und San Francisco. Und wenn Teile ausverkauft sind, weil die Händler kleine Stückzahlen geordert haben, dann ist das eben so.

Auf diese Art und Weise schaffen die beiden auch den Spagat, erfolgreiche Unternehmer zu sein und gleichzeitig sich selbst treu zu bleiben. Werktags, an einem schönen Wintertag, steht Klaus Haas um 10 Uhr vormittags auf dem Balkon des zu einer Firmenzentrale umgebauten Bauernhofs und wachst seine Langlaufski, um später ein paar Runden zu skaten. Arbeit hin oder her. „Luxus bedeutet für mich nicht, mehr Profit zu machen, sondern genau diese Freiheitsgrade zu haben.“

Peter Räuber hat sich zu seinem 50. Geburtstag selbst ein Geschenk gemacht. Die Landwirte in seinem Landkreis arbeiten traditionsgemäß am Mittwochnachmittag nicht. Also lässt er von nun an den Mittwochnachmittag ebenfalls ausfallen. Manchmal geht das allerdings nicht. Dann kann es sein, dass seine Mitarbeiter am Dienstag sagen: Heute ist der Dienstag ein Mittwoch.

Maloja ist eben nicht nur eine Marke, sondern ein Lebensgefühl. Ist etwas Maloja, dann ist es gut. Und macht glück­lich. ®

Autorin: Sabine Holzknecht

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