Kunst. Stoff.

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014 Bio on 1 P1010252coverRevolution. Innerhalb weniger Jahre machten zwei Italiener aus einer Idee ein milliardenschweres Unternehmen. Und könnten damit eines der dringendsten Probleme der Gegenwart lösen.

Marco Astorri ist ein mutiger Mann. Vor elf Jahren gründete er gemeinsam mit seinem Partner Guido Cicognani eine Firma. Im Portfolio kein einziges Produkt. Nur eine Idee. Und ein Paket mit fünf Patenten, gekauft auf einer Pazifikinsel. Sieben Jahre später, im Herbst 2014, brachten die beiden einen Teil ihrer Firma an die Börse. Der Emissionskurs betrug fünf Euro. Heute pendelt der Wert einer Aktie zwischen 50 und 60 Euro. Eine Verzehnfachung in vier Jahren. Und weil Astorri und Cicognani immer noch 60 Prozent der Aktien halten, sind die beiden nun auch wohlhabende Männer.

Die Aktienmarktbewertung von Bio-on allein ist schon ein Indiz dafür, dass dort etwas ganz Ungewöhnliches, etwas Großes passiert. Der Marktwert der Firma hat eine Milliarde Euro erreicht. Und das, obwohl die Firma das Jahr 2017 mit einem Gewinn von gerade einmal 5,2 Millionen Euro abgeschlossen hat. Der Markt traut dem Unternehmen offenbar eine große Zukunft zu.

Tatsächlich sind Marco Astorri und Guido Cicognani dabei, eines der ganz großen Probleme der Gegenwart zu lösen. Sie verkaufen das Know-how, biologisches Plastik herzustellen. Einen Stoff, das vollkommen natürlich wächst und am Ende seiner Nutzungszeit zu 100 Prozent biologisch abbaubar ist.

„Es handelt sich nicht“, sagt Marco Astorri, „um einen Kunststoff, dem eine natürliche Ressource wie etwa Maisstärke zugrunde liegt und der dann mittels eines chemischen Produktionsverfahrens gefertigt wird. Das Bioplastik, von dem ich spreche, wird in der Natur hergestellt und am Ende seiner Nutzungsdauer von der Natur ebenso wieder absorbiert. Ohne Rückstände. Ohne Umweltverschmutzung. Es kann sogar dazu dienen, neues Bio-Plastik zu generieren.“

Klingt fantastisch? Hört sich zu schön an, um wahr zu sein?

Um diese nahezu unglaubliche Geschichte zu verstehen, müssen wir dahin zurückgehen, wo alles begann. Nach Bologna im Jahr 2002. Es ist eine Geschichte, in der Zufälle eine gewisse Rolle spielen. Eine Geschichte, in der zwei Freunde fast ebenso viel Starrsinn wie Mut beweisen. Und es ist vor allem die Geschichte einer visionären Intuition, die vor hundert Jahren in Frankreich begann, ein Gastspiel in Honolulu hatte und im Hinterland von Bologna ihren vorläufigen Höhepunkt erlebt.

Also, Bologna 2002. Gemeinsam mit seinem Partner Guido Cicognani gründet Marco Astorri die Firma Lab-ID. Lab-ID arbeitet im Bereich der sogenannten RFID-Technologie, der kontaktlosen Identifizierung mittels Karten. „Einfach ausgedrückt“, erklärt Marco Astorri, „stellten wir Tickets her. Unser Markt reichte von London bis nach Venedig. Die Stück­zahlen waren riesig. Doch die Marge war lächerlich gering.“

Schnell avanciert Lab-ID zum europäischen Marktführer. Einer der Kunden ist Dolomiti Superski, ein Verbund von zwölf Skigebieten in den italienischen Alpen. „Allein für Dolomiti Superski stellten wir vier Millionen Skikarten her – pro Saison“, erzählt Marco Astorri. „Dieser Kunde war es, der mein Leben veränderte.“

Vier Millionen Skikarten sind eine Menge Abfall. Vor allem jene Hunderttausende, die nicht in den Mülleimern landen, sondern auf den Wiesen und in den Wäldern liegen bleiben, nachdem der Schnee geschmolzen ist.

Ob es denn kein anderes Material gäbe, wollen die Verantwortlichen des Dolomiti Superskis wissen. Ein Ticket, das weder aus Plastik noch aus Karton sei? Plastik verschmutzt die Umwelt. Karton löst sich bei Feuchtigkeit und Nässe auf. Es müsse doch noch mehr geben, oder?

Gibt es noch mehr? Diese Frage lässt Marco Astorri nicht mehr los.

Es klingt verrückt, aber das Problem beschäftigt den Italiener dermaßen, dass er seine Arbeit für Lab-ID beendet und die Anteile an seiner Firma verkauft. Er muss eine Antwort finden. Sein Geschäftspartner Guido Cicognani tut es ihm gleich.

„Wir schlossen uns im Büro ein“, erzählt Astorri. „Wir durchkämmten das Internet. Tagelang. Wochenlang. Wir filzten Seite für Seite. Wir lebten im Büro. Von morgens bis abends trugen wir Informationen zusammen. Wir sammelten Indizien. Wir folgten Spuren. Wir gingen jedem Hinweis nach.“

Sie werden schließlich fündig. „Nicht der Mensch“, sagt Marco Astorri, „hat das Plastik erfunden, sondern die Natur. Plas­tik – und das war meine große Überraschung – existiert in der Natur bereits seit Millionen von Jahren.“

Den Beweis dafür hatte der französische Biologe und Agrarwissenschaftler Maurice Lemoigne bereits im Jahr 1926 geliefert. Für die Herstellung von Plastik sind lediglich Bakterien der Familie Bacillus Megaterium und die Abfälle von zuckerhaltigen Lebensmitteln nötig, etwa die Schalen der Zucker­rübe. Werden die Bakterien gefüttert, so produzieren sie in ihrem Inneren Energiereserven, analog zu den Fettreserven, die wir Menschen als Energiespeicher ansetzen.

Die Energiereserven der Bakterien bestehen aus Polymeren. Und Polymere sind die Substanz, aus der Plastik besteht.

Maurice Lemoigne hatte nicht mehr und nicht weniger herausgefunden, als dass Bakterien auf natürlichem Weg Plastik produzieren können. Plastik, das identisch ist mit dem Plastik, das wir kennen und das synthetisch aus Erdöl hergestellt wird. Eine Revolution.

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Doch Lemoigne machte seine Entdeckung mitten im größten Erdölboom. Sie blieb deshalb unbeachtet. Niemand dachte daran, sie weiter zu verfolgen. Zu einfach und vor allem zu billig war die Herstellung von Plastik aus synthetischen Polymeren.

Erst Anfang der 2000er-Jahre, als die Welt zu verstehen begann, dass erdölbasiertes Plastik nicht nur ein Segen, sondern auch ein Fluch war, wurden die ersten Patente auf Lemoignes Entdeckung angemeldet.

Wenig später, 2007, machen Marco Astorri und Guido Cicognani sich auf ihre Suche nach einem alternativen Material – und stoßen auf eben jene Patente. „Eine Handvoll Wissenschaftler weltweit hatten sich bislang mit dem Thema beschäftigt und die Herstellung von Bioplastik ausprobiert“, erzählt Marco Astorri. „Am überzeugendsten fanden wir die Arbeit eines Amerikaners auf Hawaii.“

Also fliegen Astorri und Cicognani gemeinsam mit ihrem Anwalt nach Honolulu und kaufen ein Set von fünf Patenten. Der Preis: einige Hunderttausend Dollar, so Astorri.

So einfach geht das? War vor den Italienern noch niemand auf die Idee gekommen, die Patente zu kaufen und die Entwick­lung von Bioplastik zu betreiben? „Aber ja doch“, sagt Astorri. „Der Hawaiianer hatte bereits mehrere Angebote von großen Multis erhalten – und ausgeschlagen. Auch wir fragten uns, warum er sich gerade für uns entschieden hatte. Seine Antwort lautete: Handwerklich seid ihr Italiener einfach die Besten. Sie können mir glauben, auch wir waren überrascht.“

Damit ist der Grundstein des Unternehmens Bio-on gelegt, der Grundstein für die industrielle Produktion von Bioplastik. Noch auf dem Rückweg von Honolulu formulieren Astorri und Cicognani ihre Mission. Sie werden das beste Bioplastik der Welt herstellen. Für die Herstellung dürfen die Bakterien nicht mit Lebensmitteln gefüttert werden, sondern ausschließlich mit Abfällen der Lebensmittelindustrie. Das Bioplastik muss zu hundert Prozent biologisch abbaubar sein. Weder die Bakterien noch ihre Nahrung dürfen gentechnisch manipuliert werden. Das Produkt muss zu hundert Prozent mit der Gesundheit des Menschen kompatibel sein.

„Und genau das“, sagt Marco Astorri, „ist es, was Bio-on heute macht.“ Das Unternehmen aus Bologna hat Lemoignes Methode weiterentwickelt und perfektioniert. In großen Tanks blubbern zuckerhaltige Nährlösungen mit Bakterien. Alle zwölf Stunden verdoppeln sich die Bakterien. 40 Stunden nach ihrer Geburt beginnen sie damit, Polymere zu produzieren. Der Vorgang ist dem Gärungsprozess beim Bierbrauen ganz ähnlich. Haben die Energiereserven der Bakterien die entsprechende Größe erreicht, werden die Polymere extrahiert und getrocknet. Es entsteht ein granulat-artiges Pulver. Der Rohstoff für Plastik.

„Dieses Granulat“, sagt Marco Astorri, „können Sie nun dazu verwenden, um Stoßstangen für Autos zu produzieren. Oder um Gegenstände im 3D-Drucker herzustellen. Sie können auch Verpackungsmaterial daraus machen. Oder Trinkflaschen. Oder Wegwerftüten. Sie können es für alles benutzen, wofür Plastik verwendet wird. Es ist Plastik.“ Mit einem enormen Unterschied. Gelangt das Bio-Plastik in die Umwelt, in Süßwasser oder Meereswasser oder in die Erde, so zersetzt es sich. Andere Bakterien erkennen die Polymere als Nahrung und fressen es auf. Eine Sensation.

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300 Millionen Tonnen erdölbasiertes Plastik werden jedes Jahr produziert. Plastik, das die Gewässer, die Meere und die Böden stark belastet. Plastik, das mittlerweile in nahezu jedem Organismus anzufinden ist: in den Mägen der Vögel, in den Kiemen der Fische, ja, selbst im Menschen. Plastik, das 500 oder 600 Jahre benötigt, ehe es verrottet. 

Das Bio-Plastik von Bio-on löst sich in zehn Tagen auf. „Das“, sagt Astorri, „nenne ich hundertprozentig biologisch abbaubar. Keine Zufuhr von Energie ist nötig. Kein Zutun des Menschen. Die Natur stellt es her, und die Natur absorbiert es auch wieder.“

Die Anwendungsmöglichkeiten des Bio-Plastik sind praktisch grenzenlos. Jeder bestehende Kunststoff kann dadurch ersetzt werden. Ohne Einbuße der Funktionalität. Das Bio-Plastik ist genauso resistent. Genauso elastisch. Genauso leicht.

Mehr noch. Bio-Plastik vermeidet auch andere Nachteile von synthetischem Kunststoff. Da es ein zu 100 Prozent natürliches Produkt ist, löst es keinerlei Allergien, Abstoßungsreaktionen oder Unverträglichkeiten aus. Bio-Polymere können implantiert werden. Sie können injiziert werden. Sie können als Ummantelung von Tabletten geschluckt werden.

Das Herzstück von Bio-on ist deshalb auch nicht die große Produktionsanlage für Bio-Polymere in Castel San Pietro Terme in Bolognas Hinterland. Das wahre Herzstück von Bio-on sind seine Forschungslabors. In ihnen demonstrieren Forscher und Wissenschaftler, was mit den Bio-Polymeren alles möglich und machbar ist: Kosmetik. Nanomedizin. Smart-Materials. Textilien. Verpackung.

„Unser Business-Modell“, sagt Marco Astorri, „war nie die direkte Produktion von Polymeren, sondern der Verkauf von Know-how. Bio-on vergibt Lizenzen für die Herstellung von Bio-Plastik. Und Bio-on berät die Unternehmen beim Bau der geeigneten Anlagen. Aber natürlich müssen wir vorher zeigen, was unser Bio-Kunststoff kann. Wir setzen die Standards für die künftige Produktentwicklung.“

Das erste Produkt, das die Anlage in Italien verlässt, sind Mikroperlen aus Bio-Plastik für die kosmetische Industrie. Hautcremes, Peelings, Zahnpasta, Sonnenlotion enthalten winzige Partikel aus Kunststoff, die über das Abwasser in die Umwelt gelangen – mit dramatischen Folgen für die Natur.

„Partikel aus Bio-Polymeren sind dagegen völlig unbedenklich, da sie im Wasser komplett re-absorbiert werden“, sagt Marco Astorri. „Aber das ist nicht alles. Partikel aus Bio-Polymeren können wesentlich besser Feuchtigkeit oder Düfte transportieren als synthetische Polymere. Sie sind gewissermaßen intelligenter.“ Klar, dass sämtliche Vertreter der Kosmetikindustrie sich mittlerweile in Bologna die Türklinke in die Hand geben.

Eine andere Branche, die intensiv den Kontakt zu den italienischen Forschungslabors sucht, ist die Modeindustrie. Sie gehört zu den größten Umweltverschmutzern. Nicht nur die Herstellung der Textilien ist problematisch. Bei jedem Waschgang gelangen winzige Fasern aus Mikroplastik in die Gewässer – mit gesundheitsschädigenden Folgen für Mensch und Natur. Die Bio-Polymere aus Castel San Pietro Terme können auch hier Abhilfe schaffen.

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„Aktuell“, sagt Astorri, „haben wir mehr als hundert verschiedene Bio-Polymere entwickelt. Doch das ist erst der Anfang. Unsere Bio-Polymere sind wie Mehl. Man kann daraus Tausende von unterschiedlichen Rezepten kreieren. Wir selber wissen noch gar nicht, wohin das alles führen wird.“

Tatsächlich ist den Forschern aus Italien erst im September ein neuer Durchbruch gelungen. Bisher ernährten sich die Bakterien aus zuckerhaltigen Abfällen der Landwirtschaft: Schalen von Zuckerrüben, Zuckerrohr, Kartoffeln oder Obst. Nun entdeckten die Forscher eine zweite Familie von Bakterien, die sich von Fetten ernähren, insbesondere von altem Frittierfett.

„Eine Milliarde Liter ausgedientes Frittieröl entsteht allein in Nord-Amerika und in Asien pro Tag“, sagt Marco Astorri. „Und muss aufwändig entsorgt werden. Stellen Sie sich das vor. Und wir können es dazu verwenden, um Bio-Plastik her­zustellen.“

Es ist tatsächlich eine nahezu unglaubliche Geschichte. 13 Lizenzen hat das Unternehmen bereits verkauft. Sieben weitere Lizenzverträge stehen kurz vor Unterzeichnung.

Bio-Plastik macht heute schon in der Kosmetik- und in der Bekleidungsindustrie Furore. Bald werden die ersten Kinderspielsachen aus Bio-Plastik auf den Markt kommen. In Kürze werden erste Brillen aus Bio-Kunststoff erhältlich sein. Verhandlungen mit Lebensmittelherstellern und mit der Verpa­ckungsindustrie laufen an. 

An jedem Produkt, das künftig aus Bioplastik hergestellt wird, verdient Bio-on. Und das gleich zwei Mal. Der Bau einer Produktionsanlage für Bio-Plastik kostet ungefähr 20 Millionen Euro. Für jede Anlage, die nach den Bauplänen von Bio-on gebaut wird, erhält Bio-on etwa zwei Millionen Euro. Auf die Herstellung der Bio-Polymere entfallen dann weitere Lizenzeinnahmen. Je mehr Firmen auf die Herstellung von Bio-Plas­tik setzen werden, umso höher fallen die Gewinne von Bio-on aus. Es ist ein bisschen wie eine Gelddruckmaschine.

Muss Astorri bei so einer lukrativen Geschäftsidee nicht Angst vor Konkurrenten und Nachahmern haben? „Ich bin da ganz entspannt“, sagt er. „In unserem Bio-Kunststoff stecken fast zwanzig Jahre Forschung. Es ist wesentlich günstiger, eine Lizenz zu erwerben als zu versuchen, uns nachzuahmen.“

Ein bisschen Glück hat der Mann aus Bologna dabei auch gehabt. Sein Unternehmen startete er schließlich 2008 mitten in der großen Finanzkrise. An einen Bankkredit war damals nicht einmal zu denken gewesen. Also musste er nach alternativen Finanzierungswegen suchen und fand Gehör bei vier italienischen Zuckerfabriken. Sie unterstützen seine Forschung mit zehn Millionen Euro. Dafür sollten sie später seine Technologie kostenfrei nutzen können. Doch alle vier Zuckerfabriken gingen im Verlauf der Weltwirtschaftskrise bankrott. Und Astorri konnte seine Forschungserfolge für sich behalten.

Dass Astorri und Cicognani auch später nie der Versuchung unterlagen, sich zu verschulden, ermöglichte es ihnen auch, zunächst nur einen kleinen Teil ihrer Firma – zehn Prozent – beim Börsengang im Herbst zu veräußern. Später führten die beiden dann eine Kapitalerhöhung durch, in deren Rahmen sich ihr Anteil auf jeweils 30 Prozent reduzierte. „Sämtliches Kapital, das uns zugeflossen ist, haben wir in die Forschung und Entwicklung investiert“, sagt Astorri. „Das ist unser wichtigstes Asset.“

Und dann rückt er mit seiner verblüffendsten Entdeckung heraus. „Da war noch eine Frage, die mich nicht losließ: Wenn Bakterien Fett fressen können, könnten sie dann nicht auch Öl fressen?“ Die Antwort lautet: Ja. Bio-ons Bakterien sind sogar in der Lage, Erdöl zu verzehren. Werden die Bakterien auf einen Erdöl-Teppich im Wasser gestreut, ist dieser innerhalb von drei Wochen verschwunden. „Unsere Bakterien“, sagt Marco Astorri, „können die Weltmeere reinigen. Was sagen Sie dazu?“ Schließlich ist Erdöl auch ein natürliches Material, das aus Kohlenwasserstoffen besteht. Weitere Nahrung für Bio-ons Bakterien.

Tausend Tonnen Bio-Plastik pro Jahr entstehen in einer Produktionsanlage, wie sie in Castel San Pietro Terme steht. Würde nur ein Prozent der weltweiten Plastikherstellung in den kommenden Jahren auf Bio-Plastik umstellen, würde das den Bau von 3000 Anlagen bedeuten. Die Lizenzeinnahmen von Bio-on lägen dann bei sechs Milliarden Euro. „Es gibt Probleme, für die die Menschen noch keine Lösung gefunden haben. Für das Problem Plastik aber haben wir die Lösung nun in den Händen“, sagt Marco Astorri. „Wie schnell das Bio-Plastik das herkömmliche Plastik verdrängen wird, hängt nun von den Anstrengungen der Industrie und vom Willen der Konsumenten ab.“

Klar, dass der Bio-Kunststoff zuerst einmal dort eingesetzt wird, wo die Margen am höchsten sind – wie eben in der Kosmetik-Industrie. Aber er wird nach und nach in immer mehr Bereichen Anwendung finden. Und irgendwann werden vielleicht auch die letzten Flaschen und Becher aus Bio-Plastik sein. Dann wäre Marco Astorri nicht nur ein sehr wohlhabender Mann. Sondern auch ein sehr glücklicher. ­­­­

Autorin: Sabine Holzknecht

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