Editorials

  • Klaus Meitinger

Richtungsentscheidungen.

thumb Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

in den nächsten Monaten werden wir wahrscheinlich dank der Impfungen in Europa große Schritte zurück zur Normalität machen. Das ist wunderbar. Gleichzeitig ist es nun aber auch höchste Zeit für grundsätzliche Gedanken – über die Rolle des Staates, der Wirtschaftspolitik und der Geldpolitik. Es geht um den Exit aus dem Notfallmodus.

Kein Zweifel. Bei Katastrophen ist der Staat gefordert. Danach sollte er sich wieder zurückziehen. Derzeit wird genau das Gegenteil diskutiert. Vater Staat soll für höhere Löhne, mehr soziale Absicherung, mehr Regulierung, mehr Gerechtigkeit und mehr Wohlstand sorgen. Eigenverantwortung, Wettbewerb, Marktwirtschaft werden gerade ziemlich klein geschrieben. Wollen wir das? Die Geschichten in dieser Ausgabe unterstreichen, dass Innovation von Unternehmern gemacht wird – nicht von Beamten.

Auch in der Geldpolitik sind wir an einer entscheidenden Weggabelung angelangt. In den kommenden beiden Jahren wird Europa nach den Prognosen fast aller Ökonomen einen Konjunkturboom mit nominalen Wachstumsraten zwischen fünf und sieben Prozent erleben. Dass Nullzinsen oder gar Negativzinsen nicht zu so einem Umfeld passen, muss eigentlich jedem einleuchten.

Wir sehen zwei mögliche Richtungen. Die eine ist der Pfad gradueller Zinserhöhungen. Die unendliche Geldquelle würde weniger stark sprudeln. Staaten müssten solide wirtschaften und für den kleinen Teil ihrer Schulden, der zur Refinanzierung ansteht, etwas höhere Zinsen bezahlen. Und die Party bei den Sachwerten wäre wohl vorbei. Das mag unangenehm sein. Investoren und Staatshaushalte könnten es aber verkraften. Die Alternative ist ein Festhalten an der Negativzinspolitik, „um die wirtschaftliche Erholung nicht zu gefährden“. Die EZB müsste dann wahrscheinlich alle Anleihen aufkaufen und den Steuerungsmechanismus Zins komplett abschaffen. Regierungen hätten unendlich Kapital, um „mehr Staat“ zu finanzieren und das Wachstum weiter anzuheizen. Sachwerte auf Pump zu kaufen, wäre noch attraktiver. Konjunktur- und Sachwerteboom würden sich beschleunigen, bis... .

Wir ahnen doch alle längst, dass das nicht gut gehen würde. Vielleicht kommt nun die letzte Chance der EZB, die Geldwertstabilität langfristig zu sichern. Wir sind gespannt. Weil die Anlagestrategien in jedem Szenario unterschiedlich ausfallen und sich sehr schnell ändern können, werden wir dies regelmäßig auf www.private-wealth.de kommentieren. Melden Sie sich einfach an.

Herzlichst, Ihr

Klaus Meitinger                 Moritz Eckes
Chefredakteur                   Herausgeber

  • Klaus Meitinger, Moritz Eckes

Der ultimative Wertspeicher.

thumb Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

was behält seinen Wert? Diese Frage beschäftigt nicht nur unser Netzwerk, sie war auch auf der Lerbacher Runde allgegenwärtig. Die großen Staaten haben offenbar aufgrund der Corona-Rettungsmaßnahmen den „Point of no Return“ überschritten, bis zu dem sie ihre Schuldenlast ohne die Finanzierung durch die Notenbanken beherrschen konnten. Also werden die Notenbanken weiter Geld in den Kreislauf schleusen (müssen). Wenn nun die Geldmenge viel schneller steigt als die Gütermenge, wird dann nicht irgendwann Geldvermögen – Anleihen, Bargeld, Kontoguthaben – relativ weniger wert?

Als zentrale Funktion des Geldes gilt – neben der Eigenschaft als Zahlungsmittel und Recheneinheit – die des Wertspeichers. Geriet sie in der Vergangenheit in Gefahr, tauschten die Bürger des betroffenen Landes ihr Kapital in besseres Geld. Meist war dies im letzten Jahrhundert der US-Dollar. Heute ist die Situation grundlegend anders. Die großen Währungen selbst – Dollar, Euro, Yen – sind in Gefahr. Zwischen ihnen herrscht ein Gleichgewicht wankender Riesen. Keine Chance, sich dort zu verstecken.

Die Flucht in Immobilien, Land oder Gold gilt als probater Ausweg. Doch auch das hat Tücken. All diese Vermögensgegenstände unterliegen dem Einfluss eines Staates in Not. Ihr Besitz kann beliebig verboten oder besteuert werden. Vielleicht erklärt dies den aktuellen Kursanstieg des Bitcoin. Nur – solange dessen Aufbewahrungsort gehacked werden kann, ist er auch nicht sicher. Der ultimative Wertspeicher bleibt für uns deshalb eine Beteiligung am weltweiten Unternehmertum – nennen wir dies einfach die Weltaktie. Wenn diese Firmen notwendige Produkte und Dienstleistungen bereitstellen, sollten sie dauerhaft profitabel sein. Ihre Rolle als Arbeitgeber schützt sie zudem vor staatlichen Eingriffen und den Anteilsbesitz vor exzessiver Besteuerung.

Dies im Hinterkopf zu behalten, ist gerade heute wichtig. Die kommenden sechs Monate könnten an den Börsen turbulent werden. Sollte es angesichts weiter steigender Infektionszahlen und härterer Lockdowns mit den Kursen noch einmal deutlich bergab gehen, gilt es, die Nerven zu bewahren. Und die Gelegenheiten zu nutzen, den Wertspeicher aufzufüllen. Denn je schwieriger die wirtschaftliche Situation wird, desto umfangreicher fallen die staatlichen Rettungspakete sowie die Finanzierungen der Notenbanken aus. Und desto mehr Papiergeld wird es relativ zu den Firmen und ihren Produkten geben. Die Weltaktie könnte dann längerfristig sehr knapp werden – und entsprechend teuer.

Bleiben Sie mutig und zuversichtlich,

Ihr

Klaus Meitinger                 Moritz Eckes
Chefredakteur                   Herausgeber

  • Klaus Meitinger, Moritz Eckes

Mut. Zuversicht. Vertrauen.

thumb Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

natürlich werden die nächsten Monate hart. Keine Frage. Aber wir haben nicht den Eindruck, dass sich die Familienunternehmen aus unserem Netzwerk ergeben. Im Gegenteil. Wir hören Sätze wie: Verantwortung übernehmen, entscheiden, durchziehen. Es ist fantastisch, wie die Mitarbeiter in dieser Situation mitziehen. Jetzt erst recht statt ja, aber. Dass nun alles Nebensächliche in den Hintergrund rückt und nur das Überleben der Firma sowie der Arbeitsplätze zählt, holt das Beste aus uns heraus. Und: Wir haben das vor zwölf Jahren schon einmal mitgemacht. Nun kommt die große Chance, Marktanteile zu gewinnen. Die Schnellen fressen die Langsamen. Und die Mutigen die Verzagten. Nein, um die Unternehmer(innen) in unserem Land ist uns nicht Bange.

Genauso aufregend ist heute das Thema Kapitalanlage. Natürlich waren auch die Mitglieder unseres Netzwerks zunächst geschockt, als die Kurse im März senkrecht nach unten fielen. Mittlerweile hat sich das aber grundlegend geändert. Jetzt werden die Chancen ausgelotet: In den kommenden Monaten dürften sich Gelegenheiten ergeben, wie sie sich höchstens einmal im Jahrzehnt bieten. Für Investoren wird dies eine großartige Zeit. Die Guideline dafür haben wir in der Titelgeschichte ab Seite 44 für Sie skizziert. Aktuelle Details finden Sie regelmäßig auf unserer Homepage (www.private-wealth.de).

Unsere größte Sorge ist, dass die Krise von Populisten instrumentalisiert wird. Schon jetzt erhebt sich Protest, die Bundesregierung habe zu drastisch reagiert, der Wirtschaft ohne Grund geschadet. Die Zahlen würden doch belegen, dass die Sterblichkeit gar nicht stark angestiegen sei. Wir fragen uns, was geschieht, wenn künftig Arbeitslosigkeit und Pleiten drastisch zunehmen. Nassim Taleb hat in seinem Buch „Der Schwarze Schwan“ vor 13 Jahren ein paar kluge Gedanken formuliert. Zusammengefasst: Lassen Sie uns annehmen, dass Politiker mit Mut, Verstand und Weitblick ein Gesetz erlassen hätten, das ab dem 10. September 2001 für alle Flugzeug-Cockpits kugelsichere, ständig verschlossene Türen vorschreibt. Es hätte das, was am 11. September geschah, mit Sicherheit verhindert. Nur – diesen Personen wären keine Denkmäler errichtet worden. Die Öffentlichkeit, die ja sehen würde, dass die Maßnahme völlig überflüssig und reine Geldverschwendung war, könnte sie sogar aus dem Amt jagen.

Falls es so weit kommt, müssen wir dagegenhalten. Bleiben Sie mutig und zuversichtlich!

Herzlichst,


Klaus Meitinger                 Moritz Eckes
Chefredakteur                   Herausgeber

  • Klaus Meitinger

Unsichere Zeiten.


thumb EditorialLiebe Leserinnen und Leser,
bei private wealth ist es unser Ziel, Investoren und Unternehmern auf unserer Homepage wirklich nur Informationen zu präsentieren, die für diese Zielgruppe große Relevanz besitzen.
Um Sie in diesen turbulenten Zeiten bei ihren Anlageentscheidungen zu unterstützen, veröffentlichen wir zum Beispiel die Ergebnisse von Modellen, die Sie sonst nirgendwo finden.
Bisher hat dies echten Mehrwert gebracht. So riet der Kapitalmarktseismograf – dessen Ergebnis wir regelmäßig publizieren – bei einem DAX-Stand von 11.000 Punkten am 10 März, die Aktienquote massiv zu verringern.
Nun sind wir mit unserem Netzwerk in ständigem Kontakt, um für Sie den richtigen Zeitpunkt für einen Wiedereinstieg bei Aktien herauszufinden.

Wie diese Modelle genau funktionieren, lesen Sie nach Ihrer Anmeldung unter „Wertvolles aus dem Netzwerk” und wählen den Beitrag: Model-Check.
Wir hoffen, Ihnen so Inspiration und Orientierung bieten zu können.

Herzlichst,
Klaus Meitinger                 Moritz Eckes
Chefredakteur                   Herausgeber

  • Klaus Meitinger

Ein unerschrockener Blick in die 2020er.

Liebe Leserinnen und Leser,

in ein paar Wochen beginnt die neue Dekade. Prägend für das letzte Jahrzehnt waren das Verschwinden des Zinses, die überragende Performance des US-Aktienmarktes und die Erkenntnis, dass die Welt mit dem Klimawandel ein echtes Problem hat. Dies ist der Ausgangspunkt für strategische Überlegungen zu den 2020ern.

Nach vorn gedacht wird die globale Erwärmung die größte gesellschaftspolitische Herausforderung bleiben. Eine halbwegs realistische Hoffnung sehen wir in der „self-defeating prophecy“. Sagt der Lungenarzt zum Kettenraucher: „Sie werden mit 50 Jahren sterben“, so könnte dies den Raucher derart erschüttern, dass er das Rauchen radikal beendet – und 70 wird. Nur so gibt es vielleicht doch noch eine Chance, die schreckliche und korrekte Prognose einer Klimakrise zu widerlegen. Der Preis für CO 2 müsste nun allerdings sehr schnell drastisch erhöht werden. Denn nur dann werden sich die technologischen Lösungen, die es heute schon gibt, wirtschaftlich in globalem Maßstab umsetzen lassen (lesen Sie dazu bitte Seite 32ff).

Für Anleger ist das Ende des Zinses das wichtigste neue Datum. Unser Expertengremium – die Lerbacher Runde – ist überzeugt, dass sich daran auch in der nächsten Dekade nichts ändern wird. Nachdem mittlerweile Anleihen und Immobilien dies schon in den Preisen reflektieren, bleibt als letzter Kandidat für eine komplette Neubewertung eigentlich nur noch der breite Aktienmarkt. Dem steht aktuell allerdings die Furcht vor Rezession und Ertragseinbrüchen im Weg (Seite 42 ff). Das kann noch einmal zu Turbulenzen führen. Dies wären dann aber Kaufgelegenheiten. Interessant ist auch, dass in der Vergangenheit meist die besten Märkte einer Dekade in der nächsten nicht mehr die Nase vorn hatten. Bleibt es dabei, könnte das kommende Jahrzehnt nicht der Wall Street, sondern den Schwellenländern und Frontiermärkten gehören (Seite 48 und 88).

Auch unser Verlag wird sich in Zukunft neu positionieren. Wir werden Ihnen auf der Homepage (www.private-wealth.de) ab dem nächsten Jahr zwei bis drei Mal pro Woche neue Ideen, Strategien und Geschichten aus dem Netzwerk präsentieren und so unsere Online-Berichterstattung massiv erweitern. Dabei gilt aber weiterhin: private wealth ist eine kuratierte Plattform. Die Inhalte müssen echte Relevanz für Unternehmer und Investoren haben. Für Sie als Abonnenten bleibt dies natürlich kostenfrei. Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns auf diesem Weg begleiten und regelmäßig auf der Homepage vorbeischauen.

Herzlichst,

unterschrift-km

Klaus Meitinger 
Chefredakteur

unterschrift-eckes

Moritz Eckes 
Herausgeber

Verlagsanschrift

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