Editorials

  • Klaus Meitinger, Moritz Eckes

Der ultimative Wertspeicher.

thumb Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

was behält seinen Wert? Diese Frage beschäftigt nicht nur unser Netzwerk, sie war auch auf der Lerbacher Runde allgegenwärtig. Die großen Staaten haben offenbar aufgrund der Corona-Rettungsmaßnahmen den „Point of no Return“ überschritten, bis zu dem sie ihre Schuldenlast ohne die Finanzierung durch die Notenbanken beherrschen konnten. Also werden die Notenbanken weiter Geld in den Kreislauf schleusen (müssen). Wenn nun die Geldmenge viel schneller steigt als die Gütermenge, wird dann nicht irgendwann Geldvermögen – Anleihen, Bargeld, Kontoguthaben – relativ weniger wert?

Als zentrale Funktion des Geldes gilt – neben der Eigenschaft als Zahlungsmittel und Recheneinheit – die des Wertspeichers. Geriet sie in der Vergangenheit in Gefahr, tauschten die Bürger des betroffenen Landes ihr Kapital in besseres Geld. Meist war dies im letzten Jahrhundert der US-Dollar. Heute ist die Situation grundlegend anders. Die großen Währungen selbst – Dollar, Euro, Yen – sind in Gefahr. Zwischen ihnen herrscht ein Gleichgewicht wankender Riesen. Keine Chance, sich dort zu verstecken.

Die Flucht in Immobilien, Land oder Gold gilt als probater Ausweg. Doch auch das hat Tücken. All diese Vermögensgegenstände unterliegen dem Einfluss eines Staates in Not. Ihr Besitz kann beliebig verboten oder besteuert werden. Vielleicht erklärt dies den aktuellen Kursanstieg des Bitcoin. Nur – solange dessen Aufbewahrungsort gehacked werden kann, ist er auch nicht sicher. Der ultimative Wertspeicher bleibt für uns deshalb eine Beteiligung am weltweiten Unternehmertum – nennen wir dies einfach die Weltaktie. Wenn diese Firmen notwendige Produkte und Dienstleistungen bereitstellen, sollten sie dauerhaft profitabel sein. Ihre Rolle als Arbeitgeber schützt sie zudem vor staatlichen Eingriffen und den Anteilsbesitz vor exzessiver Besteuerung.

Dies im Hinterkopf zu behalten, ist gerade heute wichtig. Die kommenden sechs Monate könnten an den Börsen turbulent werden. Sollte es angesichts weiter steigender Infektionszahlen und härterer Lockdowns mit den Kursen noch einmal deutlich bergab gehen, gilt es, die Nerven zu bewahren. Und die Gelegenheiten zu nutzen, den Wertspeicher aufzufüllen. Denn je schwieriger die wirtschaftliche Situation wird, desto umfangreicher fallen die staatlichen Rettungspakete sowie die Finanzierungen der Notenbanken aus. Und desto mehr Papiergeld wird es relativ zu den Firmen und ihren Produkten geben. Die Weltaktie könnte dann längerfristig sehr knapp werden – und entsprechend teuer.

Bleiben Sie mutig und zuversichtlich,

Ihr

Klaus Meitinger                 Moritz Eckes
Chefredakteur                   Herausgeber

  • Klaus Meitinger, Moritz Eckes

Mut. Zuversicht. Vertrauen.

thumb Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

natürlich werden die nächsten Monate hart. Keine Frage. Aber wir haben nicht den Eindruck, dass sich die Familienunternehmen aus unserem Netzwerk ergeben. Im Gegenteil. Wir hören Sätze wie: Verantwortung übernehmen, entscheiden, durchziehen. Es ist fantastisch, wie die Mitarbeiter in dieser Situation mitziehen. Jetzt erst recht statt ja, aber. Dass nun alles Nebensächliche in den Hintergrund rückt und nur das Überleben der Firma sowie der Arbeitsplätze zählt, holt das Beste aus uns heraus. Und: Wir haben das vor zwölf Jahren schon einmal mitgemacht. Nun kommt die große Chance, Marktanteile zu gewinnen. Die Schnellen fressen die Langsamen. Und die Mutigen die Verzagten. Nein, um die Unternehmer(innen) in unserem Land ist uns nicht Bange.

Genauso aufregend ist heute das Thema Kapitalanlage. Natürlich waren auch die Mitglieder unseres Netzwerks zunächst geschockt, als die Kurse im März senkrecht nach unten fielen. Mittlerweile hat sich das aber grundlegend geändert. Jetzt werden die Chancen ausgelotet: In den kommenden Monaten dürften sich Gelegenheiten ergeben, wie sie sich höchstens einmal im Jahrzehnt bieten. Für Investoren wird dies eine großartige Zeit. Die Guideline dafür haben wir in der Titelgeschichte ab Seite 44 für Sie skizziert. Aktuelle Details finden Sie regelmäßig auf unserer Homepage (www.private-wealth.de).

Unsere größte Sorge ist, dass die Krise von Populisten instrumentalisiert wird. Schon jetzt erhebt sich Protest, die Bundesregierung habe zu drastisch reagiert, der Wirtschaft ohne Grund geschadet. Die Zahlen würden doch belegen, dass die Sterblichkeit gar nicht stark angestiegen sei. Wir fragen uns, was geschieht, wenn künftig Arbeitslosigkeit und Pleiten drastisch zunehmen. Nassim Taleb hat in seinem Buch „Der Schwarze Schwan“ vor 13 Jahren ein paar kluge Gedanken formuliert. Zusammengefasst: Lassen Sie uns annehmen, dass Politiker mit Mut, Verstand und Weitblick ein Gesetz erlassen hätten, das ab dem 10. September 2001 für alle Flugzeug-Cockpits kugelsichere, ständig verschlossene Türen vorschreibt. Es hätte das, was am 11. September geschah, mit Sicherheit verhindert. Nur – diesen Personen wären keine Denkmäler errichtet worden. Die Öffentlichkeit, die ja sehen würde, dass die Maßnahme völlig überflüssig und reine Geldverschwendung war, könnte sie sogar aus dem Amt jagen.

Falls es so weit kommt, müssen wir dagegenhalten. Bleiben Sie mutig und zuversichtlich!

Herzlichst,


Klaus Meitinger                 Moritz Eckes
Chefredakteur                   Herausgeber

  • Klaus Meitinger

Unsichere Zeiten.


thumb EditorialLiebe Leserinnen und Leser,
bei private wealth ist es unser Ziel, Investoren und Unternehmern auf unserer Homepage wirklich nur Informationen zu präsentieren, die für diese Zielgruppe große Relevanz besitzen.
Um Sie in diesen turbulenten Zeiten bei ihren Anlageentscheidungen zu unterstützen, veröffentlichen wir zum Beispiel die Ergebnisse von Modellen, die Sie sonst nirgendwo finden.
Bisher hat dies echten Mehrwert gebracht. So riet der Kapitalmarktseismograf – dessen Ergebnis wir regelmäßig publizieren – bei einem DAX-Stand von 11.000 Punkten am 10 März, die Aktienquote massiv zu verringern.
Nun sind wir mit unserem Netzwerk in ständigem Kontakt, um für Sie den richtigen Zeitpunkt für einen Wiedereinstieg bei Aktien herauszufinden.

Wie diese Modelle genau funktionieren, lesen Sie nach Ihrer Anmeldung unter „Wertvolles aus dem Netzwerk” und wählen den Beitrag: Model-Check.
Wir hoffen, Ihnen so Inspiration und Orientierung bieten zu können.

Herzlichst,
Klaus Meitinger                 Moritz Eckes
Chefredakteur                   Herausgeber

  • Klaus Meitinger

Ein unerschrockener Blick in die 2020er.

Liebe Leserinnen und Leser,

in ein paar Wochen beginnt die neue Dekade. Prägend für das letzte Jahrzehnt waren das Verschwinden des Zinses, die überragende Performance des US-Aktienmarktes und die Erkenntnis, dass die Welt mit dem Klimawandel ein echtes Problem hat. Dies ist der Ausgangspunkt für strategische Überlegungen zu den 2020ern.

Nach vorn gedacht wird die globale Erwärmung die größte gesellschaftspolitische Herausforderung bleiben. Eine halbwegs realistische Hoffnung sehen wir in der „self-defeating prophecy“. Sagt der Lungenarzt zum Kettenraucher: „Sie werden mit 50 Jahren sterben“, so könnte dies den Raucher derart erschüttern, dass er das Rauchen radikal beendet – und 70 wird. Nur so gibt es vielleicht doch noch eine Chance, die schreckliche und korrekte Prognose einer Klimakrise zu widerlegen. Der Preis für CO 2 müsste nun allerdings sehr schnell drastisch erhöht werden. Denn nur dann werden sich die technologischen Lösungen, die es heute schon gibt, wirtschaftlich in globalem Maßstab umsetzen lassen (lesen Sie dazu bitte Seite 32ff).

Für Anleger ist das Ende des Zinses das wichtigste neue Datum. Unser Expertengremium – die Lerbacher Runde – ist überzeugt, dass sich daran auch in der nächsten Dekade nichts ändern wird. Nachdem mittlerweile Anleihen und Immobilien dies schon in den Preisen reflektieren, bleibt als letzter Kandidat für eine komplette Neubewertung eigentlich nur noch der breite Aktienmarkt. Dem steht aktuell allerdings die Furcht vor Rezession und Ertragseinbrüchen im Weg (Seite 42 ff). Das kann noch einmal zu Turbulenzen führen. Dies wären dann aber Kaufgelegenheiten. Interessant ist auch, dass in der Vergangenheit meist die besten Märkte einer Dekade in der nächsten nicht mehr die Nase vorn hatten. Bleibt es dabei, könnte das kommende Jahrzehnt nicht der Wall Street, sondern den Schwellenländern und Frontiermärkten gehören (Seite 48 und 88).

Auch unser Verlag wird sich in Zukunft neu positionieren. Wir werden Ihnen auf der Homepage (www.private-wealth.de) ab dem nächsten Jahr zwei bis drei Mal pro Woche neue Ideen, Strategien und Geschichten aus dem Netzwerk präsentieren und so unsere Online-Berichterstattung massiv erweitern. Dabei gilt aber weiterhin: private wealth ist eine kuratierte Plattform. Die Inhalte müssen echte Relevanz für Unternehmer und Investoren haben. Für Sie als Abonnenten bleibt dies natürlich kostenfrei. Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns auf diesem Weg begleiten und regelmäßig auf der Homepage vorbeischauen.

Herzlichst,

unterschrift-km

Klaus Meitinger 
Chefredakteur

unterschrift-eckes

Moritz Eckes 
Herausgeber

  • Klaus Meitinger

Jetzt geht es ums Ganze.

Freitag für Freitag gehen weltweit Schüler und Studenten, inspiriert durch die Schwedin Greta Thunberg, auf die Straße, um für eine Zukunft zu kämpfen, in der die globale Klimaerwärmung auf zwei Grad, besser noch auf 1,5 Grad begrenzt bleibt.

Anders als viele „Polit-Profis“ hat die junge Generation genau verstanden, was zu tun ist. Es geht um drastisch weniger Konsum und um einen gerechten globalen Lastenausgleich. Vor allem müssen wir dafür sorgen, dass 98 Prozent der Reserven an fossilen Brennstoffen im Boden bleiben. Sonst hilft es nichts, wenn wir hier in Europa sparen (Seite 114 der Printausgabe). Dafür werden die Industrienationen genauso bezahlen müssen wie für den Erhalt der CO2-Senke Regenwald. Wie das in einer auf Wachstum fokussierten und immer nationalistischer denkenden Welt klappen soll, ist uns noch schleierhaft. Können wir das wirklich schaffen?

Gerade dann, wenn wir verzweifeln, machen die Geschichten von Unternehmern Mut, die ihren Erfolg nachhaltigen Innovationen verdanken (Seite 114). Besonders elektrisiert haben uns die großen Fortschritte bei der Kernfusion. Das ist eine echte Hoffnung auf unendliche, umweltfreundliche Energie (Seite 94). Frustrierend ist allerdings, dass die Welt nicht längst alle ihre Forschungskapazitäten gebündelt hat, um dieser Technologie zum Durchbruch zu verhelfen.

Was können Sie selbst konkret tun? Kapital muss Druck machen. Verlangen Sie von Ihrem Investmentberater, dass er Ihr Geld nur noch nachhaltig und mit Blick auf den Klimawandel investiert (Seite 52 der Printausgabe). Achten Sie als Philanthropen darauf, dass Ihre Anstrengungen einen Dominoeffekt auslösen (Seite 80 der Printausgabe). Und wenn Sie Ihren hart erarbeiteten Wohlstand genießen, kompensieren Sie den eventuell entstandenen größeren CO2-Fußabdruck bei Atmosfair oder anderen Plattformen.

Vor allem aber: Stimmen Sie nur noch für Politiker – gleich welcher Partei – die sich für eine echte, weltweite Lösung des Klimaproblems einsetzen und sich nicht hinter den negativen Konsequenzen einer solchen Politik für die Wirtschaft verstecken. Und unterstützen Sie die junge Generation. Wer so tut, als gäbe es einen einfachen, schmerzlosen Ausweg, verdient Ihre Stimme nicht. Wir brauchen echtes Leadership – um unsere Anstrengungen zu intensivieren, uns von Wunschdenken zu verabschieden, die Tendenz zum Aufschieben und das Leugnen der unangenehmen Wahrheiten zu beenden. Es geht um viel mehr, als nur darum, unsere Portfolien vor dem Einfluss des Klimawandels zu schützen. Es geht um unsere Kinder, unsere Spezies. Es geht ums Ganze.

Herzlichst,

unterschrift-km

Klaus Meitinger 
Chefredakteur

unterschrift-eckes

Moritz Eckes 
Herausgeber

Verlagsanschrift

  • Private Wealth GmbH & Co. KG
    Montenstrasse 9 - 80639 München
  • +49 (0) 89 2554 3917
  • +49 (0) 89 2554 2971
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sprachen

Soziale Medien