• Sonderveröffentlichung: AXEL SCHUETTE FINE CARS

Art meets Car.

Oldtimer1Oldtimer. Seit 1987 betreibt Axel Schuette den Handel mit automobilen Raritäten. In diesen 33 Jahren gingen mehr als 3000 Sammler­fahrzeuge durch seine Hände. Authentische Originale, Fahrzeuge mit Seele. „Das ist“, sagt er, „meine Leidenschaft. Denn hinter vielen dieser Autos stehen ganz besondere Geschichten.“ Wie die des 300 SL Flügeltürers, der dem Künstler Andy Warhol Modell stand.

Als Axel Schuette 16 Jahre alt ist, bekommt er sein erstes Oldtimer-Buch geschenkt – den Band „Seriensportwagen von 1945 bis 1980“ des Fotografen Frank Oleski. „Ein wunderbares Buch, mit allen Autos, die wir so lieben – Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer, Mercedes-Benz 300 SL Roadster, BMW 507, Ferrari 250 SWB, California Spider“, erzählt Schuette.

41 Jahre später – 2019 – wird dieses Buch der Schlüssel sein, um ein faszinierendes Geheimnis der Oldtimer-Szene zu lüften.

Es ist ein ganz normaler Dienstagvormittag, als Axel Schuette, der mittlerweile seit 1987 erfolgreich mit automobilen Raritäten handelt, einen Anruf aus Süddeutschland erhält. Der Vertraute einer Erbengemeinschaft meldet sich und fragt an, ob er die Vermittlung eines speziellen Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürers für die Familie übernehmen möchte. Das Fahrzeug habe auch eine besondere Geschichte – der Eigentümer hätte immer erzählt, dass Andy Warhol dieses Auto 1986 als Vorlage für eines seiner Kunstwerke benutzt hat. Es sei also durchaus als eine Art Crossover zwischen Kunst und Automobil zu bezeichnen.

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Schuette ahnt sofort, dass sich dahinter etwas Besonderes verbirgt. In den 33 Jahren, in denen er mit Oldtimer-Raritäten handelt, hat er ein Gefühl für solche Situationen entwickelt. „Eine meiner wichtigsten Aufgaben besteht ja darin, zu filtern – unter 100 Autos das eine zu finden, das etwas Außergewöhnliches hat.“

Am selben Tag beginnt der Oldtimer-Profi zu recherchieren. „Bevor ich einen Wagen bekomme, gibt es oft ein jahrelanges Vorspiel. Ich steige leidenschaftlich und detailversessen in Zustand und Historie ein. Dabei geht es mir nicht nur darum, die Authentizität eines Fahrzeuges zu prüfen. Ich möchte einfach alles wissen. Jedes Detail. Und was sich in diesem Fall zutage fördern ließ, war wirklich sehr interessant.“

Axel Schuette lehnt sich zurück und beginnt zu erzählen: „Als die Welt Anfang 1986 das Jubiläum 100 Jahre Automobil feierte, wollte Daimler-Benz etwas Besonderes machen und trat als Sponsor einer großen Samstagabend-Fernseh­show auf. Doch das Format kam bei Zuschauern und Kritikern nicht an.“ Am nächsten Montag rief dann der Düsseldorfer Galerist Hans Mayer beim Leiter der Kunstsammlung Daimler, Hans J. Baumgart an: „Ihr müsst etwas Besseres machen.“ Er arbeite schon lange mit Andy Warhol zusammen. Der könne doch eine Bildserie als Auftragsarbeit erstellen. „Soll ich euch nicht einmal mit ihm zusammenbringen?“

Die beiden fliegen nach New York, treffen Warhol in Henry’s Bar und fühlen vor, ob dieser nicht Lust hätte, die Geschichte von 100 Jahren Daimler-Benz anhand historisch wichtiger Modelle zu erzählen. Obwohl das Okay des Daimler-Vorstands noch nicht eingeholt ist, gibt Mayer auf eigene Faust eine Warhol-typische Viererserie in Auftrag. Als Motiv wählt Warhol das Coupé 300 SL aus, den Flügeltürer, die Daimler-Ikone schlechthin.

Im Mai 1986 wird das Werk in Stuttgart vorgestellt, der Vorstand ist begeistert und erteilt den großen Auftrag. Warhol soll 20 ausgesuchte Daimler-Benz-Modelle auf 80 Bildern darstellen. Da Warhol allerdings 1987 verstirbt, werden es nur 35 Arbeiten. Die so entstandene Serie „CARS“ geht seitdem um die Welt. „Das erste Werk – der Flügeltürer – zeigt unser Auto“, erzählt der Sprecher der Erbengemeinschaft aus Süddeutschland. Konnte das wirklich sein?

„Natürlich kannte ich das Kunstwerk schon lange, aber erst in diesem Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Warhol hatte das Kennzeichen mitgemalt. Und dieses war auf dem ersten deutschen Kfz-Brief des Fahrzeugs vermerkt. Es gab also eine offizielle Verbindung zwischen dem Kennzeichen und der Familie aus Süddeutschland, die das Auto seit 1981 besessen hat.“

Zweifel blieben. Konnte das nicht auch ein seltener Zufall sein? Hatte sich Warhol vielleicht ein Fantasiekennzeichen ausgedacht, das es dann wirklich gab? Und vor allem: Wie kam der Amerikaner an die Vorlage des Fahrzeugs?

„Die Familie vermutete, Warhol hätte sich mit dem Vater in München getroffen. Doch die tatsächliche Geschichte war viel spannender“, berichtet Schuette weiter. Der Galerist Hans Meyer erzählt ihm, Warhol habe bevorzugt nach Fotos gearbeitet. Er habe die Bilder dann reduziert, die Hintergründe neu konzipiert. So wirke das Auto auf dem Bild eher illustrativ, stilisiert und habe eine denkmalhafte Dimension erhalten. Am Rand erwähnt Meyer einen Rechtsstreit bezüglich der Bildrechte nach Veröffentlichung der Warhol-Arbeiten. Ein Herr Oleski hatte gegen Daimler geklagt.

„Sofort erinnerte ich mich an das Oldtimer-Buch, das ich vor 40 Jahren so geliebt habe. Hatte sich Warhol vielleicht von einem Oleski-Foto inspirieren lassen?“ Zwei Tage dauert es, bis ein im Internet erworbenes Exemplar in Oerlinghausen eintrifft. „Ich fand das Foto, legte das Motiv von Warhol darüber und war begeistert. Nicht nur hatte Warhol dieses Auto mit seinem Kennzeichen in exakt derselben Perspektive wie auf dem Foto gemalt. Ich fand noch viele weitere, markante Übereinstimmungen. Beide Fahrzeuge hatten zum Beispiel breite Vollchromfelgen. Der Vorbesitzer des Flügeltürers hatte für sich einen Satz extrabreiter Felgen anfertigen und voll verchromen lassen. So etwas gab es bei keinem zweiten Flügeltürer auf der Welt. Außerdem waren die Positionen der beiden Chromzierleisten auf dem Luftaustrittsschacht im Kotflügel falsch montiert. Normalerweise unterteilen diese den Luftaustritt in drei gleiche Abschnitte. Dies hatte Warhol genauso übernommen wie die Position der Scheibenwischer, die eigentlich viel zu hoch saßen. Und auch die falschen Blinkerkappen des 190 SL finden sich auf Warhols Bild wieder. Sogar den Schatten des Oleski-Fotomotivs verwendete Warhol eins zu eins in seiner Arbeit.“

Das Auto ist also über das Kennzeichen identifiziert, die Geschichte komplett recherchiert, die Historie sauber herausgearbeitet – nun gilt es, den richtigen Käufer zu finden. „Das ist auch eine sehr schöne Aufgabe. Fast immer sind es schließlich Menschen, die ich gut kenne, mag, schätze – und mit denen ich die Begeisterung für das Auto teile.“

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In diesem Fall muss Axel Schuette nicht lange nachdenken. Er ruft bei Ulrich Gauffres an, Geschäftsleiter für Technik der Brabus GmbH in Bottrop. Die beiden kennen sich seit Jahren und tauschen sich regelmäßig zu Autothemen aus. Schuette bringt Gauffres mit dem Galeristen Mayer zusammen, bittet diesen, die Geschichte des süddeutschen Flügeltürers aus erster Hand zu erzählen. Binnen weniger Stunden stimmt sich Gauffres mit seinem Chef Constantin Buschmann, dem Eigentümer von Brabus, ab und kauft das Auto. Sein Gedanke: Er möchte Autoliebhaber aus der ganzen Welt über die sozialen Medien an der Body-off-Restauration dieses besonderen Fahrzeugs teilhaben lassen. Um damit die Marke „Brabus Restaurations“ zu unterstützen. „Das ist eine wunderbare Idee“, schließt Axel Schuette zufrieden, „weil Brabus so diese bisher nicht bekannte Geschichte einem weltweiten Publikum weitererzählt.“         ®

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So funktioniert der Oldtimer-Markt.

„In den letzten beiden Jahren hat der Markt korrigiert, die Preise sind auf breiter Front gefallen, nachdem sie fast 25 Jahre nur gestiegen sind,” informiert Axel Schuette. „Es wurde Zeit für diese Korrekur. Viele Käufe waren fast ausschließlich gewinnmotiviert. Das ist heute anders, die Liebhaber sind zurück im Markt. Das ist gesund. Spitzenautos sind nach wie vor begehrt und kaum zu bekommen.“

Diese wenigen Spitzenexemplare gehören für internationale Sammler zur Diversifikation ihres Vermögens. Der typische Sammler verbindet so zwei Ziele – viel Spaß und Freude an den klassischen Automobilen und den langfristigen Werterhalt einer Sachwertanlage. „Entscheidend dafür, dass Letzteres gelingt, ist bei einem klassischen Automobil immer seine Qualität“, erläutert der Profi. „Den größten Teil unserer Arbeit verbringen wir deshalb damit, die wirklich guten Autos zu finden und das leider viel zu häufige Mittelmaß für unsere Kunden auszusortieren.“

Um die Voraussetzungen für ein Spitzenauto zu erfüllen, so Schuette, müssten fünf Kriterien erfüllt sein. Erstens steht immer eine große Marke dahinter. Zweitens ist es ein Topmodell dieser Marke in seiner Zeit. Drittens hat der Wagen eine aufregende, sportliche, attraktive Karosserie. Viertens verfügt er über eine „saubere Historie“ und ist gut dokumentiert. Und fünftens ist der Wagen im erstklassigen Originalzustand oder von einer renommierten Adresse sehr gut und nachvollziehbar restauriert. „Nur wenn ein klassisches Automobil all dies aufweisen kann, gehört es zu den international gefragten automobilen Spitzenklassikern.“

„Wir haben aber auch ein großes Herz für ,kleinere‘ Oldtimer“, ergänzt Schuette, „diese müssen dann allerdings in perfektem Originalzustand sein, um sich von der Masse abzuheben.“ So könne zum Beispiel auch ein VW Käfer von 1970 mit nur 8000 Kilometern Gesamtlaufleistung ein heiß begehrtes Sammlerstück werden. „Ganz unabhängig von Marke und Modell geht es bei uns immer nur um die Qualität. Wir teilen mit unseren Kunden die Leidenschaft für das Besondere, das unberührte Original“, schließt Schuette.

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Das exklusive Geschäft des Axel Schuette.

Das Leistungsspektrum der Axel Schuette Fine Cars GmbH & Co. oHG geht weit über die Prüfung der Originalität und der Qualität von Fahrzeugen hinaus. Das Team rund um Axel Schuette analysiert die Historie und ergänzt Lücken durch aufwendige Recherchen und Provenienzforschung. „Unsere Erfahrung hilft uns außerdem, gute Fahrzeuge von Blendern zu unterscheiden. Wir pflegen darüber einen offenen Dialog mit unseren Kunden. Wir zeigen Stärken auf, benennen aber auch klar die Schwächen. Kein Schöngerede. So wissen die Kunden vorher genau, was sie da kaufen. Enttäuschungen, die zu Problemen führen könnten, vermeiden wir auf diese Weise.“

Oft moderiert Schuette zudem den direkten Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer. Der Absicherung von Kundeninteressen durch maßgeschneiderte Verträge kommt in diesem internationalen Geschäft dabei eine besondere Bedeutung zu.

Selbst beim Transport – gerade bei automobilen Raritäten ein heikles Thema – hilft Schuette. Er übernimmt die komplette Transportlogistik, kümmert sich um länderspezifische Unterschiede in der Sach-, Steuer- und Zollgesetzgebung und wählt die geeigneten Partner aus. „Unsere Schadensquote in den vergangenen 33 Jahren liegt bei null. Darauf sind wir schon ein bisschen stolz.“ 

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Sonderveröffentlichung:

AXEL SCHUETTE FINE CARS

33813 Oerlinghausen; R.-Diesel-Str. 3–9

www.axelschuette.de; +49 5202 720 00

Andy Warhol, Mercedes-Benz 300 SL Coupé (1954), 1986, Daimler Art Collection, Stuttgart/Berlin // Frank Oleski // Axel Schuette Fine Cars

Verlagsanschrift

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