• Sonderveröffentlichung: LIDE Deutschland GmbH

„Perfect Match.“

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Netzwerk. „Kann das internationale Unternehmernetzwerk LIDE auch für ein national agierendes Start-up hilfreich sein?“, fragte sich der Unternehmer Lars Wolfram und fand schnell die Antwort: „Ja, es kann – sehr sogar.“ Die Geschichte einer Zusammenarbeit.

Im Grunde genommen ist es ein Zufall, dass der Unternehmer Lars Wolfram auf das Unternehmernetzwerk LIDE stößt: Ein Vertriebsconsultant seiner 22Connect AG geht auf die Münchner Hirmer-Gruppe zu. Er will ein Angebot für eine Professionalisierung des Mitarbeiter-Recruitingprozesses vorstellen.

Der Consultant ist Brasilianer, der Inhaber der Unternehmensgruppe ist Dr. Christian Hirmer – Präsident von LIDE Deutschland, einem internationalen Unternehmernetzwerk mit brasilianischen Wurzeln. Schnell kommt die Sprache auf Brasilien, und neben dem Ausloten des Optimierungspotenzials für das Bewerberverfahren wird intensiv über LIDE und den Nutzen von Netzwerken gesprochen.

„Es hat dann nur noch ein paar Tage gedauert, bis wir zwei Vorstände ins Spiel kamen und erkannten, wie hilfreich LIDE für uns und wir für LIDE sein können“, erzählt Lars Wolfram.

Talents Connect, offiziell 22Connect AG, ist ein im März 2013 in einer Kölner Drei-Zimmer-Wohnung gegründetes Technologie-Start-up, das moderne, wissenschaftliche Erkenntnisse in allen Prozessen einsetzt, die zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter und Besetzung offener Stellen nötig sind.

Dabei stellen die Gründer die Interessen der Bewerber in den Fokus. „Oft sind die Prozesse nicht auf die Bedürfnisse der Bewerber zugeschnitten. So müssen sie in der Regel schon zu einem Zeitpunkt ein aufwendiges Profil anlegen, zu dem manche Informationen noch gar nicht relevant sind“, erzählt Wolfram.

Viele Bewerber – vor allem in den stark gesuchten Berufsfeldern wie IT – springen dann schnell wieder ab. Und das kann sich angesichts des Fachkräftemangels auf Dauer kein Unternehmen leisten. „Es ist für den Personalmanager sehr ärgerlich, wenn ein Bewerber, der alle Voraussetzungen für eine vakante Position mitbringt, den Bewerbungsprozess abbricht und so verloren geht, bevor er von den Vorzügen einer Anstellung überzeugt werden konnte.“

Auf der anderen Seite ist auch das Mitarbeiter suchende Unternehmen bemüht, keine überflüssigen Informationen und unpassenden Bewerbungen verarbeiten zu müssen, um unnötige Kos­ten zu vermeiden.

„Wir optimieren den Auswahlprozess für beide Seiten“, erklärt Wolfram. „Wir schließen die Lücke zwischen dem Bewerbermanagement-System im Unternehmen und dem jeweiligen Bewerberportal im Netz“, erzählt Wolfram.

Wie er das macht? „Indem wir den kompletten Recruitingprozess aus Bewerberperspektive denken und Learnings aus dem E-Commerce auf die HR-Branche adaptieren.“ Es geht vor allem um die Fragen: Wie will der Bewerber arbeiten? Arbeitsort, Arbeitszeit, Präferenzen bei Branche und Tätigkeit, besondere Fähigkeiten, die er einsetzen möchte. Das Kalkül: Die Persönlichkeit eines Bewerbers lässt sich nicht ändern. Seine Fähigkeiten schon.

Das Ergebnis der Überlegungen von Wolfram und seinen Kollegen sind schlanke Klickpfade für Bewerber, eine „hohe Conversion“, verkürzte Bewerbungsprozesse und in der Folge eine mögliche Stellenbesetzung schon wenige Tage nach der Veröffentlichung. Die Macher der 22Connect AG halten die Kommunikation und Interaktion mit den Bewerbern durch das Abfragen ihrer Interessen, insbesondere in den frühen Phasen des Bewerbungsprozesses, für eine besondere Stärke des Systems.

„Für die Bewerber bieten wir eine schnelle und mobil optimierte Bewerbung, für die Unternehmen individualisieren wir den Auswahlprozess und reduzieren die Kosten“, so Wolfram. Erst wenn die Kurzbewerbung das ernsthafte Interesse des Unternehmens geweckt hat, fordert es umfangreichere Informationen an. Der Aufwand bei allen Beteiligten reduziert sich, die Trefferquote bei der Mitarbeitersuche wird erhöht.

Die Idee reüssiert schnell: Die Gründer, neben Lars Wolfram sind es Robin Sudermann, Max Klameth und Stephan Maihöfer, gehen bereits nach drei Monaten mit ihrer Plattform talentsconnect.com online. In den ersten sechs Monaten wächst die Mitgliederzahl auf 10000 an, die Mitarbeiterzahl auf 22. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) gewähren dem Start-up die Förderfähigkeit im Rahmen der Maßnahme „Investitionszuschuss Wagniskapital“. Private Investoren erhalten so 20 Prozent ihrer Investition in die Gesellschaft aus Bundesmitteln zurück. Kurz darauf gewinnen die Jungunterneh­mer den European Venture Contest.

„Wir haben uns sehr früh für die Unternehmensform einer AG entschieden, weil wir viele erfahrene Unternehmer als Investoren wollten, die ihr Know-how in unser Unternehmen einbringen konnten“, erzählt der 40-jährige Wolfram.

Die 22Connect AG hat in mehreren Runden einen mittleren einstelligen Millionenbetrag bei einer größeren Anzahl privater Investoren eingesammelt. „Unsere ersten Hauptversammlungen glichen deshalb auch eher einer gemeinsamen Besprechung, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickeln soll. Die Investoren haben uns immer wieder dabei geholfen, sehr eng am Bedarf der Bewerber zu sein – das war wichtig. Wir wollten uns lange Zeit alle Wege offenhalten und mussten erst lernen, wie wichtig die Fokussierung auf ein Kernprodukt ist. Heute haben wir immer noch viele Pläne, aber wir setzen sie nacheinander um.“

Zwar halten die vier Gründer die Mehrheit am Unternehmen und entscheiden selbst, sie sind aber stolz darauf, dass es bisher immer nur einstimmige Beschlüsse gab, wenn es um die Ausrichtung des Unternehmens ging.

Inzwischen ist die 22Connect AG auf 40 Mitarbeiter gewachsen, von ihnen sind 20 Programmierer. Institutionelle Investoren gibt es nach wie vor nicht, und in diesem Jahr wurde der Break-even erreicht. Von den 500 größten Unternehmen in Deutschland sind bereits 40 Kunden von Talents Connect. Unter ihnen befinden sich Motel One, Airbus, Sixt und E.on. Und was genauso wichtig ist: Die Software des Unternehmens kommuniziert inzwischen reibungslos mit den 25 größten Bewerbermanagementsystemen in der Bundesrepublik Deutschland.

Jetzt geht es für das junge Unternehmen darum, die Wachstumsgeschwindigkeit beizubehalten oder nach Möglichkeit noch zu erhöhen. „Das ist nicht so einfach. Denn klassische Werbung bringt uns ja aufgrund der hohen Streuverluste nichts. Wir finden neue Kunden überwiegend durch Empfehlungen – und genau darauf basiert ja auch das Konzept von LIDE“, erklärt Lars Wolfram, warum ihn die Idee einer Zusammenarbeit so faszinierte. LIDE wurde 2003 vom brasilianischen Medienunternehmer João Doria gegründet und vereint heute rund 1700 Firmen in 16 Ländern auf vier Kontinenten. „Sie erwirtschaften rund 50 Prozent des privatwirtschaftlich erzielten Bruttoinlandsprodukts Brasiliens“, informiert Fabiana Oscari-Bergs, Geschäftsführerin von LIDE Deutschland.

Neben internationalen Top-Unternehmen wie Siemens, BASF, Coca-Cola, VW oder BMW sind auch deutsche Mittelständler intensiv im Netzwerk aktiv – das ist Präsident Dr. Christian Hirmer, der seine Wurzeln ja ebenfalls im deutschen Mittelstand hat, besonders wichtig. „Wir können unseren Mitgliedern sehr persönliche Gespräche mit hoher Qualität organisieren“, erklärt Hirmer. So erhalten sie vertrauenswürdige Geschäftskontakte, zu denen der Zugang ohne das Netzwerk schwierig wäre.

Dem Start-up Talents Connect möchte Hirmer auf einigen Veranstaltungen von LIDE eine Bühne bieten. „Ich bin selbst von dem Konzept überzeugt und glaube fest daran, dass es bei vielen unserer Mitglieder auf großes Interesse stößt. Schnell und effizient die richtigen Mitarbeiter zu finden, ist ja überall in Deutschland eine drängende Aufgabe. Wir können so eine klassische Win-win-Situation schaffen.“

„Besonders interessant für Lars Wolf-ram ist es, dass wir die Gäste der Veranstaltungen von Hand auswählen. Wir kennen jeden Teilnehmer persönlich und können so ganz gezielt die passenden Kontakte herstellen“, ergänzt Oscari-Bergs, „letzten Endes haben 22Connect und LIDE denselben Anspruch – uns geht es um das perfekte ,Match‘.“

Das Netzwerk organisiert auch Events in den Geschäftsräumen der Mitglieder, wenn diese es wünschen. Außerdem informiert der regelmäßig erscheinende LIDE-Newsletter über neue Entwicklungen seiner Mitglieder, sodass die gegenseitige Wahrnehmung und Präsenz sichergestellt wird. „Wenn wir neue Projekte oder ein neues Produkt entwickelt haben, wie etwa unsere Software zu Recruiting-Kennzahlen, erscheinen wir dort und können uns präsentieren“, ist Lars Wolfram zufrieden.

Mittelfristig denkt er auch über gemeinsame Workshops mit LIDE-Mitgliedern nach, auf denen den Teilnehmern Best Practices vorgestellt werden sollen. „Das kann den jeweiligen Human-Ressource-Abteilungen neue Impulse geben.“

Im ersten Schritt nutzt 22Connect also das Netzwerk auf nationaler Ebene. „Dort sind viele spannende Unternehmen vertreten, der Kontakt zu ihnen ist unser erster Fokus“, erklärt Wolfram.

Gleichzeitig entwickelt er aber auch schon Ideen, die internationalen Kontakte des Netzwerks zu nutzen, um das eigene Unternehmen auf eine globale Ebene zu heben. „Wir haben ein erstes individuelles Mitarbeiteraustausch­system für ein international agierendes Unternehmen entwickelt, das es Mitarbeitern ermöglicht, für eine begrenzte Zeit an einem Auslandssitz ihres Konzerns zu arbeiten.“ Das sei für brasilianische Unternehmen, die in Deutschland aktiv werden wollen, ein attraktives Tool. „Oder auch für deutsche Global Player wie die Automotive-Branche“, überlegt Wolfram und schließt: „Vielleicht ist das für uns ja die Eintrittskarte zum internationalen Markt.“

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LIDE-Events 2018: Save the Date

Im Jahr 2018 wird LIDE (im Bild von links: Christiane Hirmer, Dr. Christian Hirmer, Fabiana Oscari-Bergs) eine ganze Reihe interessanter Veranstaltungen durchführen. In einigen Fällen werden LIDE-Mitglieder die Rolle des Gastgebers übernehmen.

// 26. Januar 2018 ­– Business Dinner

Treffen der LIDE-Mitglieder / Ort: München

// Februar – Business Lunch/Dinner

Thema: Konsumgüter

Ort: München

// 15.-16. März 2018 – FORUM

Thema: Erneuerbare Energie

Ort: Fortaleza Ceará Brasilien

// 22.-26. April – Kaminabend

Thema: „Round Table of the Industry“

Rahmenprogramm der Hannover Messe –

Orte: Berlin/Hannover/München

// Mai – Tagung

Thema: Telematik / Ort: München

// 14.06.2018 – Business Dinner

Thema: Human Ressources der Zukunft

Ort: München

// 06.07.2018 – Tagung

Thema: Geldanlage aus Expertensicht

Rahmenprogramm: Fashion Week – Berlin

// Juli – Lateinamerika-Lunch

Thema: Reformen in Lateinamerika und die Auswirkung auf deutschen Unternehmen, die dort tätig sind

Ort: München

// September 2018 – Tagung

Thema: Mergers & Acquisitions

Ort: Frankfurt

// 17.09.2018 – Oktoberfest

Thema: Networking Event

Ort: München

// 08.-10.Oktober 2018 – Networking Event

Thema: Immobilien

Ort: Expo Real in München

// 27. Oktober bis 31. Oktober – Salão do Futuro / Wissenschaftsforum

Thema: Abfallwirtschaft

Ort: Baylat – Campo Bahia, Brasilien

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