ifo-Konjunkturampel zeigt weiterhin „rot“.

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ifo index june2018Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

vom ifo-Geschäftsklima des Monats Juni kommt keine Entwarnung. Die für uns wichtigste Komponente – die in die Zukunft gerichteten Erwartungen in der Industrie – konnten sich nach sechs Rückgängen in Folge nicht verbessern.

Die ifo-Konjunkturuhr hält so zwar immer noch im Boom-Quadranten, bewegt sich aber Richtung Abschwung. Und die ifo-Konjunkturampel steht insgesamt  weiter auf „Rot. Sie zeigt die monatliche Wahrscheinlichkeit für eine expansive Phase der Wirtschaft. Grüne Ampelwerte signalisieren Wahrscheinlichkeiten von größer als zwei Drittel und deuten also auf Expansion hin. Rote Ampelwerte stehen für Expansions-Wahrscheinlichkeiten von unter einem Drittel – sie lassen also eine Kontraktion wahrscheinlicher erscheinen.

Solange es zu keiner Trendwende bei den Geschäftserwartungen müssen wir weiter davon ausgehen, dass wir gerade den Beginn eines wirtschaftlichen Abschwungs erleben. Es ist deshalb weiterhin angezeigt, bei Aktienanlagen sehr vorsichtig zu bleiben.

Wir haben parallel zur Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimas für Sie auch den Kapitalmarktseismografen des Teams um Professor Dr. Rudi Zagst und Oliver Schlick gecheckt. Von diesem Indikator erhoffen wir uns Hinweise auf die Richtung der kurzfristigen Schwankungen um den langfristigen Trend, der von den ifo-Daten vorgegeben wird.

ifo ampel june2018Wie Sie wissen, unterscheidet der Kapitalmarktseismograf zwischen drei Phasen: "grün" (ruhiger Markt = Kaufen), "gelb" (turbulenter Markt mit positiver Erwartung = Investieren, aber mit Absicherung) und "rot" (turbulenter Markt mit negativer Erwartung = Nicht Investieren).

Die Ergebnisse sind Interessant: Die Wahrscheinlichkeit für einen ruhigen, positiven Aktienmarkt („grün“) liegt weiter sehr hoch bei 92 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für einen turbulenten, volatilen Markt mit positivem Trend („gelb“) hält bei 2 Prozent. Und die Wahrscheinlichkeit für einen Bärenmarkt („Rot”) liegt bei geringen 6 Prozent zurück. „Die Situation bleibt aus unserer Sicht positiv“, kommentiert Schlick.

Fazit:

Der private-wealth-Börsenindikator schlägt angesichts des stetigen und massiven Rückgangs der Geschäftserwartungen seit Ende Februar nur noch eine Aktienquote zwischen Null und 30 Prozent vor. An dieser vorsichtigen Positionierung hat sich nichts geändert. Angesichts der positiven Indikationen des Kapitalmarktseismografenist es allenfalls angebracht, sich derzeit näher an den 30 Prozent zu positionieren.

Ihr

Klaus Meitinger

Hinweis: Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen kann für die Richtigkeit des Inhalts keine Haftung übernommen werden. Die in private wealth gemachten Angaben dienen der Unterrichtung und sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

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