"Schwarze Wolken an der Wall Street - Verkaufen".

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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

vor einer Woche schrieb uns das Team um Professor Dr. Rudi Zagst und Oliver Schlick. Noch gebe der Kapitalmarkt-Seismograf grünes Licht für Aktienanlagen: „Doch das kann sich nun sehr schnell ändern. Wir haben den Finger am Verkaufsknopf“,

Heute ist es soweit. „Die Wahrscheinlichkeit für einen Bärenmarkt ist signifikant weiter gestiegen. Dies hat in unserem Modell ein Verkaufssignal ausgelöst. Das Modell empfiehlt, die  aktuelle Aktienquote  signifikant zu reduzieren.“, informiert Oliver Schlick.

Wie Sie wissen, unterscheiden die Wissenschaftler zwischen drei Phasen am US-Aktienmarkt: "grün" (ruhiger Markt = Kaufen), "gelb" (turbulenter Markt mit positiver Erwartung = Investieren, aber mit Absicherung) und "rot" (turbulenter Markt mit negativer Erwartung = Nicht Investieren).

In der letzten Woche ist die Wahrscheinlichkeit für einen ruhigen, positiven US-Aktienmarkt von extrem hohen 97 Prozent zunächst auf 86 und jetzt auf 70 Prozent gefallen. Die Wahrscheinlichkeit für einen turbulenten, volatilen Markt mit positivem Trend („gelb“) stieg von zwei über fünf auf neun Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für einen Bärenmarkt („Rot”) erhöhte sich von einem Prozent über neun auf aktuell 21 Prozent. „Dicke schwarze Wolken hängen nun über der Wall Street. Es ist ganz einfach zu riskant, um komplett investiert zu bleiben “, erklärt Schlick.

Seit August 2016 hatte der Seismograf kontinuierlich „grünes Licht“ für Aktienanlagen an der Wall Street gegeben. Seither sind die verschiedenen Aktienindizes zwischen 10 und 60 Prozent gestiegen. Nun ist diese lange, positive Phase zunächst beendet.

„Das bedeutet nicht, dass es nun zu einem massiven Crash kommen muss“, erläutert Schlick weiter, „eine ähnliche Entwicklung gab es zum Beispiel auch im Spätsommer 2015 Damals schnellte die Wahrscheinlichkeit eines Bärenmarktes ebenfalls schnell und stark nach oben. Die Aktienkurse an der Wall Street korrigierten während dieses Anstiegs der Turbulenzwahrscheinlichkeit um rund zehn Prozent und schwankten danach nur etwa ein Jahr lang stark hin und her, ohne weiter massiv einzubrechen“.

Es geht eben nicht um eine exakte Prognose der Indexstände, sondern um die Wahrscheinlichkeiten für die zukünftige Entwicklung der Märkte. „Bei einer Gewitterwahrscheinlichkeit von 20 Prozent kann es natürlich den ganzen Tag über trocken bleiben. Aber würden Sie deshalb ohne Regenschutz auf eine Tageswanderung gehen?“, fragt Zagst.

Oberstes Ziel bei der Entwicklung des Seismografen war es, Anleger davor zu schützen, ungebremst in den nächsten großen Abschwung zu schliddern. „Wir haben festgestellt, dass die Welt immer wieder von massiven Kursrückgängen in der Größenordnung zwischen 30 und 60 Prozent überrascht wurde – das wollten wir ändern“, erklärt Zagst. Steigt die Wahrscheinlichkeit für Turbulenzen an den Märkten, sollte dies zunächst einen Anstoß geben, um die eigene Depotstruktur zu hinterfragen: Bin ich vielleicht zu offensiv aufgestellt. Gehe ich die Risiken bewusst ein, um die Chance einer Gegenbewegung zu nutzen? Oder ändere ich jetzt meine Portfoliostruktur und nehme einen Teil der Gewinne mit?

Die Erkenntnisse der Wissenschaftler hatte Oliver Schlick dann im letzten Jahr in ein konkretes Allokationsmodell übersetzt. „Es genügt ja nicht, die Investoren nur zu sensibilisieren. Ich wollte aus den Signalen des Seismografen konkrete, regelgebundene Handlungsanweisungen ableiten“. (lesen Sie dazu: Coole Jungs, private wealth, 04/2017)

Das Resultat können private-wealth-Leser nun live verfolgen. „Eine derart schnelle Veränderung der Wahrscheinlichkeit für einen Bärenmarkt von einem auf 21 Prozent signalisiert: Da ist etwas im Busch“, macht Schlick klar. „Deshalb gehen wir auf Nummer Sicher, fahren die Aktienquote herunter und schauen uns die weitere Entwicklung von der Seitenlinie aus an. Sollten sich die schwarzen Wolken verziehen, würden wir die Aktienquote auch schnell wieder hochfahren. Dann müssen wir die Aktien vielleicht etwas teurer zurückkaufen. Aber diesen Preis zahle ich gern für die Gewissheit, nicht mehr betroffen zu sein, falls es in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten eben doch blitzt und donnert“.

Fazit:

Der Seismograf signalisiert für die kommenden Wochen weitere Turbulenzen an der Wall Street. Sollte sich dies ändern, informieren wir Sie an dieser Stelle umgehend. Mit großem Interesse erwarten wir nun die Ergebnisse des ifo-Geschäftsklimas am 25. Januar. Sollten die ifo-Geschäftserwartungen dann zum dritten Mal in Folge zurückgehen,  wäre dies auch für den private-wealth-Börsenindikator ein Verkaufssignal.

Herzlichst,

Ihr

Klaus Meitinger

Hinweis: Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen kann für die Richtigkeit des Inhalts keine Haftung übernommen werden. Die in private wealth gemachten Angaben dienen der Unterrichtung und sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

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