Konjunkturrisiken verschärfen sich

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ifo index Jan2019Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

das ifo-Geschäftsklima ist im Januar weiter deutlich zurückgegangen. In den deutschen Chefetagen, schreiben die Münchner Konunkturforscher, wachse die Unruhe.

Tatsächlich gingen alle Komponenten des ifo-Geschäftsklimas zurück. Besonders drastisch war der Einbruch der Erwartungen für die kommenden sechs Monate im Handel und im Verarbeitenden Gewerbe. Wie Sie wissen, beobachten wir die Daten aus der exportorientierten Industrie sehr genau, weil sie Rückschlüsse auf die Stärke der Weltkonjunktur zulassen. Die aktuellen Ergebnisse – die Industrie ist mittlerweile so pessimistisch wie während der Eurokrise des Jahres 2012 – lassen verstärkte Konjunkturrisiken erahnen.

Diese Einschätzung wird gestützt durch die ifo-Konjunkturuhr und die ifo-Konjunkturampel (Grafiken). Laut Konjunkturuhr ist die deutsche Wirtschaft zum ersten Mal seit 2012 wieder im Abschwung. Und die rote Konjunkturampel deutet auf weitere Kontraktion hin.

Ein kluges Mitglied unseres Netzwerks hat einmal gesagt: „Jede Rezession beginnt mit einem Abschwung“. 

Welche Auswirkungen das haben könnte, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. In jeder der letzten drei Rezessionen – 1993, 2001/2002 und 2008/2009 – fielen die Erträge der DAX-Firmen um rund 50 Prozent. Das muss nicht wieder passieren. Doch solange die Geschäftserwartungen sich nicht bessern, müssen wir eben davon ausgehen, dass sich die Konjunktur weiter verschlechtert.

Fazit:

Der private-wealth-Börsenindikator ist seit Ende Februar 2018 raus aus dem Aktienmarkt. Auslöser damals war der dreimalige Rückgang der ifo-Geschäftserwartungen in der Industrie bei gleichzeitig sehr hoher Bewertung der Aktienmärkte. Seither schlägt der Indikator die Minimalgewichtung von Aktien in Höhe von 0 – 30 Prozent des individuell vorgesehenen Aktienanteils vor.

Für die kurzfristige Positionierung innerhalb dieses Korridors nutzen wir die Ergebnisse des Kapitalmarktseismografen. Da dieser die Wahrscheinlichkeit für einen Bärenmarkt sehr hoch einschätzt und sogar eine Aktienquote von Null vorschlägt, bleibt der private-wealth-Börsenindikator an der Seitenlinie.

Ihr

Klaus Meitinger

Hinweis: Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen kann für die Richtigkeit des Inhalts keine Haftung übernommen werden. Die in private wealth gemachten Angaben dienen der Unterrichtung und sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

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