Aktuelles


Rekorde – und ein kleiner Wermutstropfen.

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ifo index 09 17

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

eben haben die Wirtschaftsforschungsinstitute ihr Herbstgutachten vorgelegt. Das Fazit: Die sehr hohe konjunkturelle Dynamik in Deutschland wird sich zwar künftig etwas abschwächen. Per saldo bleibt der Aufschwung aber auch 2018 und 2019 kräftig. Und es wird noch besser, Die Inflationsrate soll in diesem Zeitraum weiter knapp unter zwei Prozent bleiben.

Für Anleger sind das sehr gute Nachrichten. Das Idealszenario – Wachstum, Gewinnsteigerungen bei den Unternehmen und gleichzeitig ultratiefe Zinsen – könnte noch einige Zeit anhalten. Die Institute gehen nun davon aus, dass die Geldpolitik langsamer gestrafft weden wird, als bislang erwartet. Eine Anhebung des europäischen Leitzinsen durch die EZB haben die Ökonomen sogar erst im Verlauf des Jahres 2019 auf der Rechnung.

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Expertenrat – just in time.

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Aktuell treiben gleich vier Fragen die Anlageexperten um:

Die Schonfrist ist vorbei – kann Emmanuel Macron Frankreich in Schwung bringen? Bundestagswahl – was brächte eine Schwarz-gelbe Regierung der deutschen Wirtschaft und den Kapitalmärkten? Euro-Hausse – wie lange hält der Aufschwung der europäischen Währung an und was bedeutet er für Europas Exportwirtschaft? Kursziele am US-Aktienmarkt erreicht – wie sollten Anleger nun handeln?

// 01. Kann Macron Frankreich in Schwung bringen?

Bis Ende des Sommers will Emmanuel Macron den französischen Arbeitsmarkt reformieren. 84 Prozent der Experten glauben, dass dieses Vorhaben einen signifikanten Einfluss auf den Kapitalmarkt haben wird. Die Chancen für einen Erfolg stünden gut. Immerhin zwei Drittel der Befragten  glauben, Macron werde bis Ende September ers­te Ergebnisse erzielen. Als Lackmustest sehen sie es an, ob bei folgenden Punkte gegen den Widerstand der Gewerkschaften Fortschritte erzielt werden können: Lockerung des Kündigungsschutzes, Aufbrechen der Entschädigungsansprüche bei Entlassungen, Flexibilisierung bei der Gestaltung von Arbeitsverträgen. Konditionalität des Arbeits­losengeldes und Aufhebung der 35-Stunden-Woche.

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Die Energie-Revolution.

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Netzwerk. Brasilien stellt seinen Energiemix um – weg von der Wasserkraft, hin zu mehr Solar und Wind. Unternehmer und Investoren werden entsprechend von staatlichen Stellen unterstützt. Für sie ergeben sich künftig in diesen Märkten außergewöhnliche Chancen. Das Unternehmernetzwerk LIDE bringt deutsche Interessenten mit den Verantwortlichen in Brasilien zusammen.

„Das könnte tatsächlich ein faszinierendes Geschäft werden. Der brasilianische Markt ist riesig, der Bedarf an Energie enorm“, überlegt Armin Armani: „Wir haben das technische Know-how und wissen, wie große Infrastrukturprojekte strukturiert und finanziert werden. Ich bin sehr gespannt.“

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Die Zukunft ist digital.

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Vermögensmanagement. Große Vermögen werden in Deutschland häufig noch über ein papierbasiertes, vergangenheitsbezogenes Vermögensreporting gemanagt. „Das ist kompliziert, ineffizient, langsam und teuer“, erklärt Franz Angermann, Managing Partner bei der Steuerberatungsgesellschaft WTS: „Wer die Risiken seiner Anlagestrategie beherrschen will, braucht eine digitale Strategie zum Vermögenscontrolling.“

Früher war alles einfacher. Die Kapitalanlage vermögender Familien hatte ihren Schwerpunkt in wenigen Anlageklassen – Aktien, Renten, Immobilien. Fremdwährungen spielten eine geringe Rolle. Und die Märkte reagierten nicht in Sekunden auf neue Informationen.

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Intelligenztest.

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Factor Investing. Seit es die Fondsanlage gibt, sind Anbieter auf der Suche nach dem Heiligen Gral – der Methode, die dauerhaft mehr Rendite verspricht als der „Markt“. Soweit es Factor-Investing-Strategien betrifft, besteht grundsätzlicher Konsens über den Mehrwert. Allerdings ist die Frage der Umsetzung strittig. Ist es besser, wenn ein Fondsmanager auf Basis eines verbesserten Faktoransatzes die Titelauswahl vornimmt? Oder ist der im Vorteil, der einen einfacheren Factor-Index möglichst kostengünstig abbildet? Eine Grundsatzdiskussion.

„Ich verstehe natürlich, dass fundamental investierende Fondsmanager über den jüngsten Erfolg der Smart-Beta-ETFs nicht sonderlich erfreut sind“, schmunzelt Stephan Schrödl, Experte des Analysehauses FondsConsult in München. „Da haben sie jahrzehntelang bestimmte Faktoren erfolgreich bei der Aktienauswahl genutzt. Und dann kommt die ETF-Branche, baut aus diesen Faktoren einfache und kostengüns­tigere Indizes, verkauft diese unter dem Label Smart-Beta-ETFs und gräbt den Fondsmanagern so das Wasser ab.“ 

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„Blauer Himmel an der Wall Street“.

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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

seit Januar signalisiert der Kapitalmarkt-Seismograf des Teams von Professor Dr. Rudi Zagst von der TU München einen positiven und ruhigen Markt an der Wall Street. Das hat sich auch in der Prognose für den Monat Juli nicht geändert. Der Seismograf, eine Art Frühwarnsystem für Aktienanleger, sieht trotz der Kursverluste der letzten Tage keinerlei Wolken am Horizont.

Wie Sie wissen, unterscheiden die Wissenschaftler zwischen drei Phasen am US-Aktienmarkt: "grün" (ruhiger Markt = Kaufen), "gelb" (turbulenter Markt mit positiver Erwartung = Investieren, aber mit Absicherung) und "rot" (turbulenter Markt mit negativer Erwartung = Nicht Investieren).

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Besser geht‘s nicht.

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thumb ifo index juni2017

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Das ifo-Institut meldet neue Rekorde bei Geschäftsklima, Geschäftslage und auch bei den  Geschäftserwartungen. „In den deutschen Chefetagen“, schreiben die Forscher selbst, „herrscht Hochstimmung“. Ein Blick auf die ifo-Konjunkturuhr zeigt: So tief im Boom-Territorium hat sich die deutsche Wirtschaft noch nie befunden. Dass in dieser Situation auch die ifo-Konjunkturampel auf „Dunkel-Grün” hält, versteht sich von selbst (Grafiken unten).

Der Boom in der deutschen Wirtschaft schreitet so munter voran. Die Kapazitäten sind mitttlerweile fast überall überdurchschnittlich ausgelastet. Vor allem in der Bauwirtschaft sind sie sogar schon sehr angespannt. Angesichts dieser Hochkonjunktur offenbart sich wieder einmal der Wahnsinn einer „one size fits all”-Geldpolitik in Europa.

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Let’s have a party.

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thumb ifo index mai2017

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

in den deutschen Chefetagen, schreibt das ifo-Institut, herrscht Champagnerlaune. Der ifo-Geschäftsklimaindex erreichte im Mai den höchsten Stand seit 1991. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen bezüglich der kommenden sechs Monate verbesserten sich weiter. Die Auftragsbücher füllen sich, die Investitionen nehmen zu. Viele Unternehmen planen, die Produktion auszuweiten.

Ein Blick auf die ifo-Konjunkturuhr unterstreicht das positive Momentum. So weit im Boom-Territorium hat sich die deutsche Wirtschaft in den letzten zehn Jahren niemals befunden. Und auch die ifo-Konjunkturampel steht auf „Dunkel-Grün” (Grafiken unten).

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